Aktuelles

17.12.2020 – online-Schnupperkurse „Klimafreundlich Leben“ – für Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Netzwerke

Save the date – Online-Schnupperkurs mit Judith Landes & Franz Galler
Klimafreundlich Leben: gemeinsam – inspirierend – konkret!

Ein Angebot für Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Netzwerke
Corona ist in aller Munde, doch der Klimawandel macht deswegen nicht halt!
Seit einigen Monaten wurde der Kurs „Klimafreundlich Leben“ vom Katholischen Bildungswerk Traunstein in der Praxis getestet und es hat sich gezeigt: Auch kleine Schritte tragen dazu bei, unseren CO2 Fußabdruck zu senken!

Was steckt hinter dem Titel „Klimafreundlich Leben“?
Ganz kurz zusammengefasst: „Klimafreundlich Leben“ bedeutet: Ein/e Moderator*in  – Eine Gruppe mit max. 10 Personen – eine Aufgabe je Termin – sechs Termine!

Es geht nicht so sehr um Theorie und Wissen, sondern vielmehr ums Anpacken und Handeln!
Darum wird zwar Hintergrundwissen zum Klimawandel vermittelt, der Schwerpunkt des Kurses liegt aber auf der konkreten Umsetzung: „Was kann ich in meinem persönlichen oder beruflichen Leben ganz konkret tun, um meinen CO2-Fußabdruck zu senken?“

Die Teilnehmenden stellen sich an jedem Termin eine neue Aufgabe, deren Umsetzung beim nächsten Mal vorgestellt wird. Durch den gemeinsamen Austausch entsteht eine hohe Motivation und Verbindlichkeit, die persönlichen Aufgaben umzusetzen. Für jede erfolgreiche Umsetzung gibt es Klimapunkte, die am Ende des Kurses vom KBW Traunstein kompensiert werden.
Alle wichtigen Infos zum sechsmoduligem „Klimafreundlich Leben“ Kurs auf 1 Seite finden Sie hier

Kurs-Format auch für Unternehmen, Organisationen, Netzwerke und Multiplikator*innen interessant
Das Format ist nicht nur für Privatpersonen geeignet, wir bieten das Kursformat auch als maßgeschneidertes Vernetzungs- und Umsetzungs-tool  für Unternehmen, Organisationen, Vereine und Netzwerke an.

Neugierig geworden?
Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann nehmen Sie doch an unserem Online-Schnupperkurs teil!
Dort erfahren Sie:
* Welche Inhalte an den sechs Terminen behandelt werden,
* Was die spielerischen Elemente des Kurses sind,
*  Wie „Klimafreundlich Leben“ von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen bzw. Vereinen Online oder in Präsenz durchgeführt werden kann und
* vor allem was „Klimafreundlich leben“ bewirken kann

Wir bieten den Online-Schnupperkurs am 17.12.2020 zweimal an, Sie können entweder vormittags oder abends daran teilnehmen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchem Kurs Sie teilnehmen möchten. Nach Anmeldung erhalten Sie von uns einige Tage vor dem Kurs den Zoom-Zugangscode.

Wann:
17.12.2020 von 9.00 – 10.30 h oder
17.12.2020 von 19.30 – 21.00 h

Kosten:
Ihnen entstehen keine Kosten, wir freuen uns allerdings sehr, wenn Sie für Ihre Teilnahme am Schnupperkurs z.B. bei Oxfam ein Klimaretter-Kit spenden

Teilnehmerzahl:
max. 25 Personen

Anmeldung an:
ed.noiger-egitlahhcannull@ofni 

Genossenschaft für Gemeinwohl – Mitgliederbetreuer Franz Galler vor den Vorhang

Franz Galler im Interview mit Anna Erber von der Genossenschaft für Gemeinwohl


Franz, du hast dich in deinem Leben schon viel und bewusst mit dem Thema Geld beschäftigt. Wie kam es dazu?

Seit meiner Bankkaufmann-Lehrzeit in einer kleinen Genossenschaftsbank im Berchtesgadener Land vor über 40 Jahren spielt  das Thema Geld in meinem Leben eine zentrale Rolle. Die klassische Bankwelt enttäuschte mich zwei Mal schwer, einmal 2002, als ich als erfolgreicher Vermögensberater völlig überraschend mit 1.200 Kolleg*innen gekündigt wurde. Unsere 360.000 Kund*innen wurden ohne deren Zustimmung dem Mutterinstitut einverleibt, weil sie in der Tochter nicht die geforderten 15 % (!) Eigenkapitalrendite brachten. Der zweite Tiefschlag folgte 2011, als die Deutsche Bank die Postbank übernahm, für die ich zu dieser Zeit als mobiler Vermögensberater arbeitete. Ich wurde wieder “eingespart”, sprich hinausgeworfen.

Zu dieser Zeit hatte ich allerdings schon radikal umgedacht und bei reduzierter Arbeitszeit viel Energie in alternative Projekte gesteckt. Das waren aufregende Jahre: Ich gründete einen privaten Tauschring und einen Unternehmens-Tauschring (Barterring), initiierte das Regiogeld Sterntaler, konzipierte das 3-Schalen-Modell, entwickelte einen Hochschul-Zertifikatskurs, gründete die erste Sozialgenossenschaft Bayerns, rettete einen Dorfladen, baute Permakultur-Gärten, finanzierte PV-Anlagen, hielt Hunderte von Vorträgen und, und, und … Ich lebte sehr intensiv in zwei Welten – der des Bankers und der des Visionärs. Bis ich erfahren musste, dass (wie leider viel zu oft) Ehrenamt mit Selbstausbeutung einhergehen kann. Ich hatte meine Familie und mich selbst vernachlässigt, es kam zur Trennung, ich schlitterte in ein Burn-out.

Aber wenn man ganz unten ist, dann geht´s auch wieder aufwärts :)

Meine Kund*innen hielten weiter zu mir, und ich machte mich komplett selbständig ohne Banken-Anbindung. Ich lernte meine jetzige Frau Karin kennen, wir eröffneten das Zallis Naturkost Café mit Bioladen und Waldviertler Schuhen. Das „Zallis“ wurde zur Umsetzungszentrale für meine alternativen Geldideen – als Akzeptanzstelle für eurogedecktes Regiogeld (Sterntaler & Chiemgauer), dienstleistungsgedecktes Buchgeld (Talente) und mit eigenem Photovoltaik-Crowdfunding sowie einem Stammkunden-Bonusprogramm auf Gutscheinbasis. Zum 5-jährigen Jubiläum vom „Zallis“ luden wir Christian Felber zu einem Vortrag ein. Die gelungene Veranstaltung mit 340 Besuchern war die Geburtsstunde der Gemeinwohl-Region Südostbayern, für die ich drei Jahre lang als Koordinator fungieren durfte.

2018 beendete ich meine Vermögensberater-Tätigkeit komplett und verließ damit die „alte Bankenwelt“. Im Frühjahr 2018 kam ich dann zur Genossenschaft für Gemeinwohl.

Ganz schön bewegt! Was ist nun der konkrete Fokus deiner Arbeit für die Genossenschaft für Gemeinwohl?

Ich bin hier nun persönlicher Ansprechpartner für Genossenschaftsmitglieder, die einen größeren Finanzierungsbedarf haben und diesen über unser gemeinwohlorientiertes Crowdfunding (ab € 150.000) oder einen Kredit mit Umweltgarantie vom Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen (ab € 100.000) umsetzen wollen.

Geld spielt für mich beim Umbau hin zu einem gemeinwohlorientierten Wirtschaftssystem DIE zentrale Rolle. Es bietet den einfachsten und größten Hebel für den notwendigen Wandel. Jeder Mensch entscheidet täglich durch sein Konsum- und Geldverhalten, ob es zerstörerisch oder dienend und sinnstiftend wirken wird. In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen dazu bereit, für zumindest einen Teil ihres anlagebereiten Geldes auf Rendite zu verzichten – wenn ihr Geld dorthin fließt, wo es Gutes tut. Das Gemeinwohl-(Spar-)Konto ist dafür ein wunderschönes Beispiel, denn durch die Umweltgarantie weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass meine Einlagen in selber Höhe nur in gemeinwohlorientierte Kredite fließen.

Großen Nachholbedarf gibt es noch auf der Finanzierungsseite! Privatpersonen und Unternehmen bauen und sanieren immer mehr ökologisch, schaffen erneuerbare Energiequellen, investieren in Recycling, ökologische Abfallwirtschaft oder Energie-Effizienz, betreiben gemeinschaftlichen Wohnbau usw. – finanzieren dann aber mitunter möglichst kostengünstig bei Großbanken oder übers Internet. Aber auch die Finanzierung sollte gemeinwohlorientiert sein – wie eben durch einen Bankkredit mit Umweltgarantie oder ein Crowdfunding unserer Genossenschaft für Gemeinwohl.

Dein Wort in Gottes Ohr :) Wozu möchtest du Menschen einladen, Franz? Konkret im Rahmen deiner Tätigkeit, aber auch ganz allgemein?

Es gibt zwei bekannte Sprichwörter, die jede*r kennt: „Über Geld spricht man nicht!“ und „Bei Geld hört die Freundschaft auf!“ Ich möchte die Menschen einladen, es genau andersrum zu machen! Lasst uns über Geld sprechen, und zwar darüber, wie Geld Gutes tun und wie bei Geld die Freundschaft beginnen kann!

Hier meine 4 konkreten Geld-Tipps zu Weihnachten, um jetzt gleich auch ins Tun zu kommen:

  1. Kaufen Sie ein „Klima-Retter-Kit“ von Oxfam
  2. Kaufen Sie Gutscheine von kleinen Läden, die Ihnen am Herzen liegen und schenken Sie diesen Liquidität und Vertrauen, das sie gerade jetzt in der Krise so notwendig brauchen …
  3. Überlegen Sie, wo Sie das Prinzip „Lasst uns über Geld reden und damit Freundschaft beginnen!“ in Ihrem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis umsetzen könnten …
  4. Laden Sie diese Menschen auch ein, bei der Genossenschaft für Gemeinwohl Mitglied zu werden und so jene Plattform zu stärken, auf der wir einander mit unseren werteorientierten Geld-Anliegen konstruktiv begegnen!

Herzliche Grüße
Franz Galler

Kontakt:
pooc.lhowniemegnull@rellag.znarf
+49 176 631 188 11

Hier der Block-Beitrag im Original von Anna Erbert vom 1.12.2020

 

 

Fünf wichtige Aspekte des Geldes, die vielen Menschen so nicht klar sind!

Salzburger Kooperationspartner luden ein – 70 online-Zuhörer waren begeistert!
Foto: Fotalia
In Kooperation mit dem Bildungszentrum St. Virgil, arbeitplus Salzburg und der GWÖ-Regionalgruppe Salzburg veranstaltet die Akademie für Gemeinwohl  drei Veranstaltungen zum Thema Geld und Gemeinwohl.

Foto: GfG
Bei der ersten Veranstaltung Ende November referierte Günter Grzega über die Frage, was ein gemeinwohlorientiertes Geld- und Finanzsystem ausmachen würde.
Die Finanzmärkte sind nach wie vor eine Bedrohung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität. Welcher Ordnungsrahmen müsste für Kreditinstitute und Finanzmärkte geschaffen werden? Und ganz grundsätzlich: Wie funktioniert der Geldkreislauf der Notenbanken? Welche Rolle spielen Banken und Sparkassen? Wie wird sich die aktuelle Covid-19-Krise auswirken?

Lesen Sie hier im Nachbericht G. Grezgas Antworten auf spannende Fragen aus dem Teilnehmer*innen-Kreis, so z.B. warum
* … es einen Schuldenschnitt nur mit einen gleichzeitigen Vermögensschnitt geben kann
* … Privatpersonen einen gewichtigen Anteil an der ungleichen Vermögensverteilung haben
* … Steuern wichtigere Aufgaben als zur Finanzierung der Staatsfinanzen haben
* … es falsch ist zu glauben, dass Sparguthaben von Banken als Kredite vergeben werden
* … eine vollständige Rückzahlung der Staatsschulden nicht erstrebenswert ist.

Hier geht´s zur Anmeldung für die nächsten beiden Termine der geförderten Veranstaltungsreihe:
„Die Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft“: Vortrag und Diskussion mit Prof.in Elisabeth Springler am 14.1.2021
„Espresso Cooperativo“: Vortrag und Diskussion mit Christian Pomper am 19.2.2021

1. Gemeinwohl-Email-Rundbrief vom Büro für nachh. Regionalentwicklung an 1.010 Abonnent*innen versandt!

2016 mit 83 Abonnent*innen gestartet
Am 28.1.2016 haben 83 Menschen meinen 1. Gemeinwohl-Rundbrief im Vorfeld eines Vortrages von Christian Felber in Laufen/Obb. erhalten. Die gelungene Veranstaltung mit 340 Besuchern war die Geburtsstunde der Gemeinwohl Region Südostbayern, für die ich 3 Jahre lang als Koordinator fungieren durfte. Seither ist viel Schönes passiert (s. hier) ….

Mit 38 Email-Rundbriefen die Abonnent*innen auf über 1.000 erhöht – am 25.11.20 ging der 1. Rundbrief vom „Büro für nachhaltige Regionalenwicklung“ raus
Genau vor 1 Jahr – am 26.11.19 – haben ca. 1.000 weitere Abonnent*innen meinen 38. und letzter Rundbrief der Gemeinwohl Region Südostbayern erhalten. Ich freue mich, wenn Sie weiterhin Interesse an meinen Informationen und Angeboten rund um Enkeltauglich und Klimafreundlich Leben, Geld- und Gemeinwohl-Themen und der praktischen Umsetzung nachhaltiger Regionalentwicklung haben … viel Freude beim Lesen :).

Meine neue Internetseite www.nachhaltige-region.de wird gerade neu gestaltet und zum 10.12.20 fertig sein – dann verschicke ich den nächsten ausführlicheren Rundbrief mit spannenden „Gemeinwohl-Geschichten“ … lassen Sie sich überraschen!

Sie wollen sich für meinen kostenlosen Email-Rundbrief anmelden?
Per Email erhalten Sie ca. alle 6-8 Wochen Neuigkeiten
– rund um Enkeltauglich Leben & Klimafreundlich Leben
– zu regionalen & überregionalen Geld & Gemeinwohl-Themen
– mit Praxisbeispielen nachhaltiger Regionalentwicklung
und Terminen und Veranstaltungshinweisen.

Hier können Sie diesen kostenlosen Rundbrief bestellen/abbestellen

 

100 % fürs Gemeinwohl – der berufliche Umbau ist geschafft!

Vom Bänker und Vermögensberater zum Überzeugungstäter für´s Gemeinwohl … über viele Jahre habe ich meinen Beruf komplett in 5 Gemeinwohl-Rollen umgebaut.

Auch nach der Übergabe meiner Koordinatoren-Rolle für die GWÖ Südostbayern bleibe ich der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) weiterhin eng verbunden.  Ich konzentriere mich dabei auf das Spiel „Enkeltauglich Leben“ als Antwort auf die Frage, wie Bürger*innen einfach und konkret „Gemeinwohl“ leben können.
Die GWÖ ist für mich ein vorbildliches Werkzeug – Gemeinwohl in Bezug auf nachhaltige Regionalentwicklung ist für mich jedoch mehr.

Als Projektleiter und Spieleleiter von Enkeltauglich Leben & Klimafreundlich Leben habe ich schon ca. 25 Spiele geleitet. Ich werde aufzeigen, wie damit Gleichgesinnte in Freude ins gemeinsame Tun kommen und das Spiel als ideales Vernetzungsinstrument für Regionen eingesetzt werden kann.

Beim Thema Geld & Gemeinwohl wird es um Gemeinwohl-Kredite, Crowdfunding und um die Vermittlung von gemeinwohl-orientierten Geld-Themen gehen.

Und dazu viele Praxisbeispiele nachhaltiger Regionalentwicklung, Termine und Veranstaltungshinweise und natürlich auch Wichtiges aus der Gemeinwohl Region Südostbayern.

Zum Dynamic Facilitator zertifiziert


Für „Bürgerbeteiligung“ brenne ich schon lange – das Format eines mit Dynamic Facilitation moderierten „Bürgerrates“ war für mich aber bis vor kurzem noch neu.

Im September 2020 durfte ich einen von Tanja Schnetzer und Cordula Riener-Tiefenthaler in „DF“ moderierten Bürger*innenrats-Prozess in Kirchanschöring miterleben und erfahren, dass diese Methode in einem Miteinander die Kreativität und Lösungskompetenz der Bürger*innen einholt.

Ich war von dem Prozess  und der Methode so begeistert, dass ich die „Gelegenheit beim Schopfe packte“, als nur wenige Wochen später in Aschau eine  Zertifizierung zum „DF-ler“ stattfand. Nach der erfolgreichen Teilnahme bin ich gerne auch Mitglied beim Dynamic Facilitation e.V. geworden.

DF als dynamische Moderationsform basiert auf den Überlegungen des Amerikaners Jim Rough, der einen sog. „wisdom council“, also „Rat der Weisen“, entwickelt hat.
Die Methode ist bestens geeignet, um auch bei vielschichtigen Fragestellungen die Kreativität und Weisheit der Vielen zu aktivieren. Selbst – oder gerade dann -, wenn es in einer Gruppe bisher nicht leicht war, zu tragfähigen Lösungen zu kommen.
So eignet sich DF als innovatives Format partizipativer Demokratie. 10 – 15 zuvor durch Losverfahren ausgewählte Bürger*innen beraten sich zu einem bestimmten Thema 1 1/2 bis 2 Tage in einem Bürgerrat. Dabei entstehen neue Ideen und daraus Empfehlungen bzw. Entscheidungsgrundlagen für politische Entscheidungsträger einer Kommune.

Gemeinde Kirchanschöring als Zukunftskommune ausgezeichnet

Für eine zukunftssichernde Entwicklung lohnt der Blick auf die 1. GWÖ-Gemeinde Deutschlands

Kirchanschöring im Landkreis Traunstein hat als erste Gemeinde Deutschlands eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt und wurde nun im Rahmen eines Forschungsprojekts von der Universität Göttingen als Zukunftskommune ausgezeichnet.

Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung mit dem Forscherteam um Professor Dr. Peter Schmuck von der Georg-August Universität Göttingen suchte und sucht fortlaufend in ganz Deutschland nach kleinen bis mittelgroßen Kommunen (bis 30.000 Einwohner*innen), die sich in verschiedenen Projekten für eine nachhaltige, zukunftssichernde Entwicklung einsetzen, und stieß dabei auch auf Kirchanschöring.

Bürgermeister Hans-Jörg Birner sagt: „Die freiwillige GWÖ-Bilanzierung ermöglicht einen genauen Überblick über wertebasiertes Handeln und Wirtschaften in der Gemeinde“. Seine Gemeinde folge damit letztlich der bayerischen Verfassung, in der am Gemeinwohl orientiertes Handeln verpflichtend festgeschrieben ist. „Die Gemeinde legt zum Beispiel ihr Geld nur bei ausgewählten Banken an, die einen ethisch orientierten Katalog für ihre Anlagen vorweisen können. Zu den gemeinwohl-orientierten Projekten zählt auch das von Bürger*innen gemeinsam geplante und realisierte Haus der Begegnung„. In diesem sind barrierefreie Miet- und Sozialwohnungen sowie eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Senior*innen, ein Sozialbüro und eine Arztpraxis untergebracht. Zudem bildet die Einrichtung einen attraktiven Ort als Bürgertreffpunkt in der so neu entstandenen Dorfmitte.

Die Gemeinde Kirchanschöring ist auf der Webseite Zukunftskommunen bereits dargestellt. Die Plattform wird im Rahmen des Förderprogrammes Kommunen innovativ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Sie soll die innovativen Ansätze verbreiten. Die hier porträtierten Kommunen zeichnet aus, dass jeweils drei oder mehr innovative kommunale Vorhaben mit Erfolg umgesetzt worden sind. Sie alle haben im Laufe dieser Prozesse viele Erfahrungen sammeln können und sind bereit, diese weiterzugeben.
(Original-Artikel)

 

Gründer der GWÖ-Region Südostbayern übergibt Koordination

Judith Zahn neue GWÖ-Koordinatorin in Südostbayern
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 16. Juli im Katholischen Bildungswerk Traunstein übergaben die anwesenden Mitglieder der Gemeinwohl-Regionalgruppe Südostbayern einstimmig die Koordination von Franz Galler an Judith Zahn.

Foto: Galler
Judith Zahn – zertifizierte GWÖ-Beraterin – übernimmt die Koordination der GWÖ-Region Südostbayern
Franz Galler hatte vor drei Jahren die Gemeinwohl-Regionalgruppe Südostbayern gegründet. Die Anwesenden bedankten sich bei ihm für sein gemeinwohlorientiertes Engagement für die Region Südostbayern. Er bleibt weiterhin dem Gemeinwohl verbunden –  als Spiele- und Projektleiter von Enkeltauglich Leben, sowie als Koordinator Regionen für die Genossenschaft für Gemeinwohl.
(Originalbericht)

Menschenwürde-Veranstaltungsreihe in Traunstein

Herbst-Vortragsreihe: “Menschenwürde“
Mit 4 TOP-Referenten/innen in Traunstein

(Bild)

7. Oktober 2019  Dr. Andreas Weber  – Wir sind Allmende!
21. Oktober 2019 Dr. Friederike Habermann  – Commoning – UmCare zum Miteinander
4. November 2019 Dr. phil. Peter Erlenwein – Der WIR-Prozess – mia san mia, oder!?!
28. November 2019 Hans Birkner – Menschenwürde auf dem Prüfstand

Der Reinerlös der Veranstaltungsreihe geht zu 100 % an den gemeinnützigen GWÖ-Verein Bayern – als projektbezogene Spende für die GWÖ-Regionalgruppe Südostbayern.

Hier der Info-Flyer mit ausführlichen Informationen zu den Referent*innen und ihren Vorträgen.


Hier das Veranstaltungsplakat in hoher Auflösung

 

Neue Impulse für eine enkeltaugliche Zukunft in Südostbayern

Aktionsabend der Gemeinwohl-Ökonomie in Traunstein – sechs weitere Unternehmen GWÖ-zertifiziert
BGL/Rosenheim/Traunstein. Mit einer gut besuchten Veranstaltung im Traunsteiner Bildungscampus St. Michael demonstrierte die vor drei Jahren gestartete GWÖ-Regionalgruppe Südostbayern eindrücklich, dass die Gemeinwohl-Bewegung im Südosten Bayerns weiterhin auf steigendes Interesse stößt.

Foto: Galler
Der Theatersaal war voll besetzt, als Tobias Trübenbach, Leiter des Kath. Bildungswerkes (KBW) in Traunstein, die Veranstaltung eröffnete.

Günter Grzega erhält großen Applaus
Festredner Günter Grzega machte in seinem Impulsvortrag deutlich, dass die Aussage „diese Wirtschaft tötet!“ von Papst Franziskus durchaus Berechtigung hat. Der Vorstandsvorsitzende a.D. der Spardabank München eG zeigte auf, wie der Neoliberalismus und das Vertrauen auf die Regelungsmechanismen des Marktes zu immer mehr wirtschaftlicher und gesellschaftlichen Verwerfungen geführt haben.

Foto: Effner

Grzega stellt dem Neoliberalismus als evolutionäres Zukunftsmodell eine gemeinwohl-orientierte und ökosoziale Marktwirtschaft entgegen und erhielt zum Abschluss großen Applaus der Besucher für seine Mut machenden und auffordernden Worte.

Sechs weitere regionale GWÖ-Unternehmen werden zertifiziert
Nachdem Mitte November mit der Gemeinde Kirchanschöring bundesweit die erste Gemeinde ein GWÖ-Testat erhielt, konnten die Salzburger GWÖ-Berater*innen Isabella Klien und Sabine Lehner sechs Unternehmen feierlich ebenfalls ihr erstes GWÖ-Testat überreichen. Zuvor hatten die neuen GWÖ-Pionier-Unternehmen den Besuchern eindrücklich ihre Motivation und die Erfahrungen aus dem knapp einjährigen Zertifizierungsprozess geschildert.

 
Zusammen mit Franz Galler (links), Initiator und Koordinator der GWÖ-Regionalgruppe Südostbayern, und Michael Vongerichten, Geschäftsführer des GWÖ-Vereins Bayern (Zweiter von links) freuten sich die sechs neu zertifizierten Unternehmen mit ihren GWÖ-BeraterInnen über die Testate. Foto: Effner

Ausgezeichnet wurden Dietzinger & Partner aus Anger (Unternehmensberatung im Bereich Lebens- und Futtermittel), die Steuerberatungsgesellschaft Frobenius-Foisner-Holzeis aus Bad Reichenhall, h + m Garten und Landschaft aus Petting, meinKindskopf aus Ruhpolding (Kurse und Persönlichkeits-Coachings für Kinder, Jugendliche und Eltern), der Sachranger Dorfladen sowie EM Christoph Fischer GmbH aus Stephanskirchen (effektive Mikroorganismen)

Foto: Trübenbach
15 GWÖ-Pionierunternehmen präsentierten sich in einer Gemeinwohl-Messe

Podiumsrunde zeigt ganzheitlichen Ansatz der GWÖ auf
Foto: Effner
Unter Moderation von Tanja Schnetzer, in der Regionalgruppe Südostbayern für Kommunen und Bürgerbeteiligung zuständig, erläuterten hochkarätige Teilnehmer*innen auf dem Podium, wie sie Gemeinwohl konkret umsetzen.
Tobias Trübenbach, Geschäftsführer vom KBW Traunstein, berichtete vom erfolgreich laufenden Kurs „Enkeltauglich Leben„, bei dem Privatpersonen ins gemeinwohl-orientierte Handeln kommen. Der Kurs stößt auf großes Interesse aus dem ganzen deutschsprachigen Raum.
Michael Vongerichten konnte von stetigen Wachstum der GWÖ-Bewegung in Bayern mit mittlerweile bereits 14 Regionalgruppen berichten. Weltweit gebe es inzwischen 11.000 Unterstützer*innen, darunter sehr namhafte Persönlichkeiten.
Wie und warum die Spardabank München eG als erstes Finanzinstitut in Deutschland eine GWÖ-Bilanz erstellt hat, erläuterte Christine Miedl, Chefin der Unternehmenskommunikation und des Nachhaltigkeitsmanagements. Aktuell sei bereits die 4. GWÖ-Bilanz so gut wie fertig gestellt. Das nächste Ziel sei, die Finanz- und GWÖ-Bilanz künftig zusammenzuführen.

Hans-Jörg Birner und Christine Miedl – Foto: Galler

Hans-Jörg Birner, Bürgermeister von Kirchanschöring, wurde mit einem großen Applaus begrüßt. Er schlug den Bogen von positiven Erfahrungen im ersten GWÖ-Umsetzungsprozess über neue Formen nachhaltigen Bauens bis hin zur Vorbildwirkung für andere Kommunen.


Clemens Knoll beim Interview für das regionale Fernsehen RFO Foto: Galler

Clemens Knoll, verantwortlich für die Erwachsenenbildung der Erzdiözese München-Freising, war sichtlich erfreut über die äußerst positive Entwicklung vom Kurs „Enkeltauglich Leben“, der finanziell von der Erzdiözese unterstützt wurde. Er machte deutlich, dass viele Werte der GWÖ in der katholischen Sozialethik ebenfalls verankert seien. Elf EMAS-zeritifizierte Pfarreien hätten sich für die Schöpfungsverantwortung stark gemacht – ausgehend vor ca. 7 Jahren in Traunstein.
Zum Abschluss plädierte Günter Grzega dafür, die bayerischen Stiftungen zu kontaktieren, um die GWÖ-Bewegung auf breitere Füße zu stellen.

Franz Galler bedankte sich zum Schluss bei allen Mitmachenden und besonders bei der Aktiv-Gruppe der Gemeinwohl-Region Südostbayern.

Hier der 4-Min. Fernsehbericht von der Veranstaltung vom regionalen Fernsehen RFO.
Hier der Presseartikel von Axel Effner zur Veranstaltung am 27.11.18