Aktuelles

C02-Fußabdruck  für Unternehmen senken – gemeinsam. konkret. wirkungsvoll.


Erfolgreiches Kurs-Format „Klimafreundlich Leben“ JETZT pass-genau für Unternehmen & Organisationen
Klimafreundlich Leben ist nicht nur für Privatpersonen geeignet – wir bieten das Kursformat auch als maßgeschneidertes Umsetzungs & Vernetzungs-tool für Unternehmen & Organisationen an.

Hier der Info-Flyer zu unserem besonderen Angebot für nachhaltig orientierte Unternehmen/Organisationen mit den Themen:
* Stimmen aus den Kursen
* Klimafreundlich Wirtschaften – Mitarbeiter mitnehmen!
* Klimafreundlich Leben – Was steckt hinter diesem Kurs-Angebot?
* Was passiert an den Kurs-Tagen von Klimafreundlich Leben?
* Was ist das Besondere an Klimafreundlich Leben?
* Was macht Klimafreundlich Leben so erfolgreich?
Zusatz-Angebote buchbar!
Wir bieten das Kurs-Format auf Wunsch incl. Berechnung des Unternehmens-Fußabdrucks und Infos bzw. regionaler Handlungsoptionen rund um eine mögliche CO2-Kompensation an!
Interesse – oder noch Fragen?
Kontakt: ed.noiger-egitlahhcannull@ofni oder 0049-176-63118811

Save the date: 25.3.2021 – online-Schnupperkurse „Klimafreundlich Leben“ – für Unternehmen und Privatpersonen

Save the date – Online-Schnupperkurs
Klimafreundlich Leben: gemeinsam – inspirierend – konkret!
mit …
Judith Landes &
Franz Galler
(eigene Fotos)

Ein Angebot für Unternehmen oder Privatpersonen, Vereine bzw. Multiplikator*innen
Corona ist in aller Munde, doch der Klimawandel macht deswegen nicht halt!
Die Pilotphase dreier Klimafreundlich Leben Kurse vom Katholischen Bildungswerk Traunstein ist abgeschlossen und die Ergebnisse sind überzeugend: in vielen kleinen und großen Schritten wird der CO2- Fußabdruck zum Teil erheblich gesenkt!

Was steckt hinter dem Titel „Klimafreundlich Leben“?
Ganz kurz zusammengefasst: „Klimafreundlich Leben“ bedeutet: Ein Moderator – Eine Gruppe mit max. 10 Unternehmen/Personen – eine Aufgabe je Termin – sechs Termine!

Es geht nicht so sehr um Theorie und Wissen, sondern vielmehr ums Anpacken und Handeln!
Darum wird zwar Hintergrundwissen zum Klimawandel vermittelt, der Schwerpunkt des Kurses liegt aber auf der konkreten Umsetzung: „Was kann ich in meinem persönlichen oder beruflichen Leben ganz konkret tun, um meinen CO2-Fußabdruck zu senken?“

Die Teilnehmenden stellen sich an jedem Termin eine neue Aufgabe, deren Umsetzung beim nächsten Mal vorgestellt wird. Durch den gemeinsamen Austausch entsteht eine hohe Motivation und Verbindlichkeit, die persönlichen Aufgaben umzusetzen. Für jede erfolgreiche Umsetzung gibt es Klimapunkte, die am Ende des Kurses vom KBW Traunstein kompensiert werden.
Alle wichtigen Infos zum sechsmoduligem „Klimafreundlich Leben“ Kurs auf 1 Seite finden Sie hier

Kurs-Format für Unternehmen, Organisationen, Netzwerke und Multiplikator*innen besonders interessant
Klimafreundlich Leben ist nicht nur für Privatpersonen geeignet – wir bieten das Kursformat auch als maßgeschneidertes Vernetzungs- und Umsetzungs-tool  für Unternehmen an.
C02-Fußabdruck senken – gemeinsam. konkret. wirkungsvoll
Hier ausführliche Informationen zu unserem besonderen Angebot für nachhaltig orientierte Unternehmen/Organisationen. Auf Wunsch incl. Berechnung des Unternehmens-Fußabdrucks und Infos bzw. regionaler Handlungsoptionen rund um eine mögliche CO2-Kompensation!

Neugierig geworden?
Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann nehmen Sie doch an unserem Online-Schnupperkurs teil!
Dort erfahren Sie:
* Welche Inhalte an den sechs Terminen behandelt werden,
* Was die spielerischen Elemente des Kurses sind,
* Wie „Klimafreundlich Leben“ von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen bzw. Vereinen Online oder in Präsenz durchgeführt werden kann und
* vor allem was „Klimafreundlich leben“ bewirken kann

Wir bieten den Online-Schnupperkurs am 25.3.2021 zweimal an – je nachdem Sie sich als Unternehmen oder Privatperson, Verein oder Multiplikator*in dafür interessieren.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchem Kurs Sie teilnehmen möchten. Nach Anmeldung erhalten Sie von uns einige Tage vor dem Kurs den Zoom-Zugangscode.

Wann:
25.3.2021 von 9.00 – 11.00 Uhr für Unternehmen
25.3.2021 von 18.30 – 20.00 h für Privatpersonen, Vereine, Multiplikator*innen

Kosten:
Ihnen entstehen keine Kosten, wir freuen uns allerdings sehr, wenn Sie für Ihre Teilnahme am Schnupperkurs z.B. bei Oxfam ein Klimaretter-Kit spenden

Teilnehmerzahl:
max. 25 Personen

Anmeldung an:
ed.noiger-egitlahhcannull@ofni

Enkeltauglich Leben als regionales Vernetzungs-Werkzeug in Vorarlberg – Interview mit Ingrid Böhler

Interview mit Ingrid Böhler  
Fotostudio Christine Kees

Seit 13 Jahren arbeitet Mag. Ingrid Böhler in Vorarlberg verantwortlich im Fachbereich PfarrCaritas & sozialräumliches Handeln. Sie organisiert Unterstützungsangebote für Menschen in Not, Fortbildungsprogramme für ehrenamtlich sozial engagierte Menschen in Pfarreien und Gemeinden und initiiert erfolgreiche Projekte in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern des Fachbereichs, wie z.B. in der YoungCaritas.

Lesen Sie hier im Interview mit Ingrid Böhler, wie sie mit einem Team von Spieleleiter*innen das Spiel Enkeltauglich Leben (EL) als regionales Vernetzungs-Werkzeug in Vorarlberg einsetzen will.

Franz:
Hallo liebe Ingrid!
Wie hast du denn EL kennengelernt und was hat dich bewogen, das Spiel nach Vorarlberg bringen zu wollen?

Ingrid:
Ich habe im Veranstaltungsprogramm des Bildungshauses St. Virgil in Salzburg von diesem Angebot gelesen.
Die Nachhaltigkeit dieses Konzepts hat mich von Anbeginn davon überzeugt, dass EL ein sehr wirksames Instrument ist, langfristig eine Veränderung des persönlichen Verhaltens bei den teilnehmenden Spieler*innen zu bewirken. So wollte ich das Format kennenlernen und nach Vorarlberg holen.

Franz:
Nach einem Kennenlern-Telefonat trafen wir beide uns im Januar 2020 bei einer Mitmachkonferenz in Lindau, wo ich das EL-Spiel vorstellte. Und danach ging es „Schlag auf Schlag“.

Ingrid:
Unser Treffen in Lindau hat mich noch mehr darin bestätigt, das EL-Spiel in Vorarlberg zu verbreiten. Zudem war es auch sehr fein, dich als Projektleiter von EL und als meine Ansprechperson für unser gemeinsames Projekt persönlich kennenzulernen.
Und aus meiner Grund-Idee, das Spiel nach Vorarlberg zu holen, ist schlussendlich viel mehr geworden: ein „Komplett-Angebot“ mit einer Info-Veranstaltung, dem ½-jährigen EL-Spiel, einer öffentlichen Abschluss-Veranstaltung und einer integrierter Zertifizierung.

Franz:
Warum dieses „Komplett-Paket“?

Ingrid:
Für mich war ein großes Anliegen, möglichst viele Systempartner*innen von Anfang an mit ihren Netzwerken einzubinden. So entstand die Idee, potentielle Netzwerk-Partner zu einer Info-Veranstaltung mit dir einzuladen, gemeinsam im Netzwerk das erste EL-Spiel in Vorarlberg zu spielen und dann möglichst viele Teilnehmer*innen hier vor Ort zu zertifizieren … unser „Komplett-Angebot“.
Für uns alle war das eine win-win-Situation, da wir jetzt – nicht einmal 1 Jahr später – 7 zertifizierte Spieleleiter*innen aus unterschiedlichen Organisationen in Vorarlberg haben und EL zukünftig in verschiedenen Netzwerken und Zielgruppen anbieten können.
Foto: Caritas Vorarlberg
Die Kurs-Teilnehmer*innen:
stehend v. links: Ingrid Böhler, Jürgen Mathis, Franz Galler, Sylvia Kink-Ehe, Ulrike Amann, Andreas Bertel
vorne v. links: Birgit Häusle, Sabine Fulterer, Marlies Enenkel-Huber, Gaby Gohm

Franz:
Du hast das Spiel auch selbst mitgemacht – was hast du dabei erlebt?

Ingrid:
Ich weiß schon seit langem, dass ich neue Methoden am besten im Tun erlernen kann. Deshalb wollte ich dieses Spiel selbst spielen, es kennenlernen und die Methodik hinter der Idee erfahren. Das Zertifizierungs-Wochenende mit dir hat diese Erfahrung dann nochmals wunderbar verdichtet. Persönlich habe ich sehr profitiert von diesem Spiel, da ich manche Verhaltensweisen (wie z.B. mein Einkauf-Verhalten) ändern konnte. Die Aufgaben haben einen Nachdenk-Prozess in mir ausgelöst, der auch nach Spielende nicht abgebrochen ist.

Franz:
Trotz Corona hat es dann ja ganz gut geklappt. Vor allem die Idee, am Ende des Spiels einen öffentlichen Abschluss- und Info-Abend zu machen, fand ich besonders gelungen.

Ingrid:
Corona hat uns auch beim Spiel EL eingeholt und so haben wir in Lockdown-Zeiten auf ZOOM umgestellt. Das Spiel ließ sich so auch gut umsetzen, wobei uns die persönlichen Treffen schon besser gefielen. So waren wir auch sehr froh, dass wir den Abschlussabend in einem feierlichen Rahmen im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast abhalten konnten. Zugleich haben wir diesen Abend auch dafür genutzt, das Spiel unter den Systempartnern nochmals zu bewerben.
Das Spiel war für alle Teilnehmenden eine wichtige Erfahrung, von der jede/r nachhaltig profitieren konnte. Ich glaube, die großartige Feier zum Abschluss brachte das nochmals ganz deutlich zum Ausdruck.
Besonders gefreut hat uns auch, dass Caritasdirektor Dr. Walter Schmolly, Gebhard Moser von der GWÖ Vorarlberg und viele Kolleg*innen und Freunde aus den unterschiedlichsten Organisationen dabei waren.

Franz:
Und trotz Corona ist zwischenzeitlich schon wieder viel Neues passiert … ihr gebt in Vorarlberg ganz schön Gas  :) …

Ingrid:
Leider hat uns Corona ein wenig ausgebremst und so konnten wir ein geplantes EL-Spiel im Herbst 2020 nicht durchführen. Auch in diesem Jahr müssen wir mit dem Start der Spiele noch ein wenig warten.
Wir haben aber den Herbst genutzt, um die Spielidee für die Zielgruppe der Jugendlichen anzupassen.
Sabine Fulterer und Sylvia Kink-Ehe von der youngCaritas haben im Rahmen des Sozialzertifikats mit dm-Lehrlingen ein EL-Spiel begonnen. Insgesamt werden 46 Lehrlinge teilnehmen.
Das Besondere daran ist, dass wir die Inhalte und Unterlagen maßgeschneidert für Jugendliche adaptiert haben. Wir haben auch den Namen geändert – der neue Titel lautet #gameofchange.
Bis jetzt kommt das Spiel bei den Lehrlingen sehr gut an und sie arbeiten aktiv mit. Die Gruppenaufgaben setzen sie in ihren Arbeitsstätten um. Wir freuen uns sehr, dass dm hier eingestiegen ist und der Start so gut geklappt hat. Im Juli findet die Zertifikatsverleihung in einem feierlichen Rahmen statt und wir möchten diese Feier wieder dazu nutzen, das Spiel weiter zu bewerben.

Franz:
Gratuliere euch – ein super Erfolg!
Und was steht dieses Jahr noch an …

Ingrid:
Damit EL in Vorarlberg weiter wächst haben wir Spieleleiter*innen eine Projektgruppe gegründet. Ziel ist, EL mit möglichst vielen Menschen zu spielen.

Franz:
Bei wem dürfen sich denn an EL Interessierte aus Vorarlberg melden?

Ingrid:
Ansprechpartner für EL in Vorarlberg sind für …
* Gemeinwohl-Ökonomie Vorarlberg –  moc.nnama-ekirlunull@ofni
* einfach.fair.lebenta.greblrarov-ehcrik-htaknull@sihtam.negreuj
* PfarrCaritas Vorarlbergta.satiracnull@relheob.dirgni
* youngCaritas Vorarlbergta.satiracnull@reretluf.enibas

Franz:
Dann weiterhin viel Erfolg mit EL und Alles Gute ins „Ländle“!
Dein Abschluss-Fazit …. ?

Ingrid:
Kleine und große Veränderungen beginnen immer „bei mir“ und „in meinem Leben“. EL ist dafür ein idealer „Initialzünder“!

Norbert Rost entwickelt Konzept, das regionale Investitionsmöglichkeiten und Regionalwährung verbindet

Ein spannendes Konzept, das regionale Investitionsmöglichkeiten verbessern und mit Regionalwährungen kombinieren will, hat Norbert Rost entwickelt.

Norbert Rost – Foto:  Karsten Eckold

Der Wirtschaftsinformatiker, Regionalentwickler und Gründer des Elbtaler sucht Umsetzungspartner und stellt seinen Plan „RegioInvest“ erstmalig hier auf der Webseite von monneta.org vor.

Gelungener Gemeinwohl-Talk im Südosten – Sparkasse BGL erste Sparkasse Deutschlands mit Gemeinwohlbilanz

ZUR FRAGE „WAS KOMMT NACH CORONA?“ DISKUTIERTEN 75 TEILNEHMENDE  „Was kommt nach Corona?“
Zu dieser Frage beschäftigte sich eine öffentliche Diskussion per Videotalk, die die beiden Regionalgruppen der GWÖ in Südostbayern und Wasserburg organisiert hatten und an der über 75 Interessierte am 2. Februar teilnahmen.
Neben Kirchanschöring, das 2018 als erste Kommune in Deutschland eine Gemeinwohl-Bilanzierung realisierte, haben mittlerweile 25 Unternehmen in der Region mindestens einmal eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt.
Über ihre vielfältigen Praxiserfahrungen hiermit berichteten und diskutierten Judith Zahn, Koordinatorin der RG Südostbayern, Hans-Jörg Birner, Bürgermeister von Kirchanschöring, und Helmut Grundner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Berchtesgadener Land, die Ende Januar ihr erste Gemeinwohl-Bilanzierung abgeschlossen hat.
Hier der ausführliche Nachbericht zur gelungenen Veranstaltung von Axel Effner …

3. Gemeinwohl-Rundbrief vom Büro für nachhaltige Regionalentwicklung

Schon 1.700 Anmeldungen!!
Offenes Webinar mit Christian Felber: Das Geldsystem aneignen
Christian Felber stellt am 8.2. von 18-19 Uhr in einem kostenlosen Webinar seine Gedanken zum Thema „Geld & Demokratie“ als Inhalte der eine Woche später startenden 10-wöchigen workshop-Reihe vor.
Hier geht´s zur Anmeldung für das kostenlose Webinar am 8.2. (auch für Aufzeichnung).
Hier können Sie sich zur workshop-Reihe anmelden – ausführliche Infos unter Punkt 1 …

3. Gemeinwohl-Rundbrief von nachhaltige-region.de

Lesen Sie heute in diesem Email-Rundbrief Informationen über:

1. Interaktiver Online-Kurs „Geld & Demokratie“ mit Christian Felber
2. Klimafreundlich Leben online-Kurs startet mit Teilnehmer*innen aus 5 Ländern – noch Restplätze frei
3. Sparkasse Berchtesgadener Land ist gemeinwohl-bilanziert
4. Neuauflage: online-Schnupperkurs „Klimafreundlich Leben“ mit Judith Landes und Franz Galler
5. Klimafreundlich Leben-Quiz: KLIMANEUTRAL in fünf konkreten Schritten!
6. Zertifikats-Lehrgang zur „Gemeinwohl-Geld-Manager*in“ startet online
7. Termine
8. Interview mit Anja Haider-Wallner zu ihrem Buch „So klappt´s mit dem Welt-Retten“
9. Wie Anna im Alter von 79 Jahren lernte, in Geld-Dingen auf eigenen Füßen zu stehen
10. Genossenschaft für Gemeinwohl – Jahresrückblick 2020
11. Espresso Cooperativo: Online-Vortrag mit Genossenschafts-Experten Christian Pomper
12. Themen-Vorschau nächster Rundbrief

1. Interaktiver Online-Kurs „Geld & Demokratie“ mit Christian Felber
In 10 Teilen bringt Christian Felber das Finanzsystem auf Gemeinwohl-Kurs
Start: 15. Februar mit einem ersten Live-Call
Sehen Sie hier Christian Felbers ganz persönliche Einladung in einem 1 ½-Minuten Video.
Hier geht´s zur Anmeldung und zu ausführlichen Informationen

2. Klimafreundlich Leben online-Kurs startet mit Teilnehmer*innen aus 5 Ländern – noch 2 Restplätze frei
ONLINE Klimafreundlich Leben Kurs ….
Foto: Landes fg
Foto: Galler
… mit Judith Landes und Franz Galler
Der online-Kurs startet am 17. Februar mit Teilnehmer*innen aus Frankreich, Österreich, Italien, Schweiz und Deutschland!
Für Schnell-Entschlossene sind noch Restplätze frei!
Kurstermine, Anmeldung und Kosten:
Anmeldeformular hier – bitte per scan oder Foto mailen!

3. Sparkasse Berchtesgadener Land ist gemeinwohl-bilanziert
Am 2.2. veranstalteten die GWÖ-Regionalgruppen Südostbayern und Wasserburg diesen Gemeinwohl-online-Talk.
Als Referenten eingeladen waren dabei u.a. Hans-Jörg Birner, Bürgermeister von Kirchanschöring und Helmut Grundner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Berchtesgadener Land.
Mit großer Freude überreichte Judith Zahn als Koordinatorin der GWÖ Regionalgruppe „virtuell“ an Helmut Grundner das Testat für deren 1. Gemeinwohl-Bilanz.
Wir gratulieren der Sparkasse Berchtesgadener Land, die damit als zweite Bank in Deutschland und als erste Sparkasse diesen zukunftsweisenden Weg eingeschlagen hat!
Die Spardabank München engagierte sich als erste Bank in Deutschland für die Gemeinwohl-Ökonomie und veröffentlichte im letzten Jahr bereits ihre vierte Gemeinwohlbilanz – s. hier.
Hören Sie unter dem Titel „Verantwortung zeigen“ in Interviews der Bayernwelle
* hier von Vorstandsvorsitzenden Helmut Grundner die Gründe, warum sich die Sparkasse Berchtesgadener Land zu diesem Schritt entschlossen hat
* hier von Hans-Jörg Birner, Bürgermeister der Gemeinde Kirchanschöring und der ersten Gemeinde in Deutschland mit einer Gemeinwohlbilanz zum Mehrwert des Gemeinwohl-Prozessen und seinen jüngsten erfolgreichen Erfahrungen mit dem ersten Kirchanschöriger Bürgerrat (wir berichteten letztes Mal – s. hier)
* hier von GWÖ-Koordinatorin Judith Zahn, warum uns die Gestaltung im Sinne des Gemeinwohls für die Zukunft stärkt.

4. Neuauflage: online-Schnupperkurs „Klimafreundlich Leben“ mit Judith Landes und Franz Galler
Save the date: 26. März – Vormittag oder Abend

Die Pilotphase dreier Klimafreundlich Leben Kurse ist abgeschlossen und die Ergebnisse sind überzeugend: in vielen kleinen und großen Schritten wird der CO2- Fußabdruck zum Teil erheblich gesenkt!
Wir bieten das Kursformat auch als maßgeschneidertes Vernetzungs- und Umsetzungs-tool  für Unternehmen an!

Auf Wunsch incl. Berechnung des Unternehmens-Fußabdrucks und Infos bzw. regionaler Handlungsoptionen rund um eine mögliche CO2-Kompensation!
Neugierig geworden?

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann nehmen Sie doch an unserem Online-Schnupperkurs teil!
Dort erfahren Sie:
* Welche Inhalte an den sechs Terminen behandelt werden,
* Was die spielerischen Elemente des Kurses sind,
*  Wie „Klimafreundlich Leben“ von Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen bzw. Vereinen Online oder in Präsenz durchgeführt werden kann und
* vor allem was „Klimafreundlich leben“ bewirken kann
Hier geht´s zu weiteren Informationen und zur Anmeldung am kostenlosen ONLINE-Schnupperkurs …
Anmeldung bitte mit Angabe zu Vormittags- oder
Abendtermin an: ed.noiger-egitlahhcannull@ofni

5. Klimafreundlich Leben-Quiz: KLIMANEUTRAL in fünf konkreten Schritten!
Erfahren Sie hier im Interview mit Hermann Hofstetter Interessantes rund um die alles entscheidende Klima-Frage, den CO2-Fußabdruck, sowie am Beispiel fünf konkreter Schritte, wie jede/r im Sinne des Pariser Klimaschutz-Abkommens KLIMANEUTRAL werden kann  …
Foto: Hofstetter
Hermann Hofstetter ist Referent für Schöpfungsverantwortung der Erzdiözese München und Freising und Umweltmanagementbeauftragter des Ordinariats. Er ist im Vorstand vom TAGWERK Förderverein „Unsere Bio Nachbarn“ und Mitglied im Spezialist*innen-Team von Klimafreundlich Leben.

6. Zertifikats-Lehrgang zur „Gemeinwohl-Geld-Manager*in“ startet onlineFoto: GfG
Dieser Kleingruppen-Lehrgang „Geld und Gemeinwohl: Die Finanzwelt verstehen und gestalten“ bietet den Teilnehmer*innen viel Raum für Austausch von Wissen und Erfahrung – sowohl mit bekannten Expert*innen aus verschiedenen Bereichen und als auch mit Gleichgesinnten.
Hier erfahren Sie mehr über die Eckpunkte und das Besondere an diesem Lehrgang und hier ein lesenswerter Blogbeitrag eines Teilnehmers vom letzten Jahr als Empfehlung für Unternehmer*innen …
Das nächste Info-Webinar ist am 10. Februar, 17:30 Uhr.
Sie haben Interesse oder möchten sich für ein Stipendium bewerben?
Bitte eine E-Mail an pooc.lhowniemegnull@rellag.znarf
Nutzen wir die Krise als Chance für einen Umbau unseres Geld- und Finanzsystems in Richtung Gemeinwohl!

7. Termine
8.2.2021: Kostenloses Webinar mit Christian Felber: Das Geldsystem aneignen
10.2.2021: Info-Webinar Zertifikatskurs „Gemeinwohl-Geldmanager*in“
15.2.2021: Start 10-teiliger interaktiver Online-Kurs „Geld & Demokratie“ mit Christian Felber
17.2.2021: online Klimafreundlich Leben Kurs mit Judith Landes und Franz Galler – noch Restplätze frei!
19.2.2021: online Vortrag: Espresso Cooperativo mit Genossenschafts-Experten Christian Pomper
20.2.2021: Seminar „Projektfinanzierung mit Vermögenspool“
25.2.2021: Start Zertifikatslehrgang „Geld und Gemeinwohl“ 2021
26.-28.2.2021: online Spieleleiter*innen-Zertifizierung Enkeltauglich und Klimafreundlich Leben
26.3.2021: online Schnupperkurs Klimafreundlich Leben für Unternehmen und Privatpersonen
3.5.2021: online Info-Veranstaltung vom KBW Traunstein Klimafreundlich Leben mit Franz Galler
14.-16.5.2021: online Spieleleiter*innen Zertifizierung Enkeltauglich und Klimafreundlich Leben
2.-4.7.2021:  Spieleleiter*innen Zertifizierung Traunstein Enkeltauglich und Klimafreundlich Leben

8. Interview mit Anja Haider-Wallner zu ihrem Buch „So klappt´s mit dem Welt-Retten“Foto: Mankau Verlag/ Birgit Machtinger
Als Unternehmensberaterin begleitet Anja Haider-Wallner Unternehmen und Institutionen auf dem Weg zur Gemeinwohl-Bilanz, und als Spieleleiterin bei „Enkeltauglich Leben“ motiviert sie zur Veränderung. Die Burgenländerin ist Genussmensch und bringt in Kochkursen und –büchern gesunde und nachhaltige Ernährung in die Küchen der Welt.
Zusammen mit Ihrer Tochter Mona hat sie „So klappt´s mit dem Welt-Retten“ – das offizielle Ideenbuch zur Initiative Enkeltauglich Leben“ – geschrieben.
Ich hab´s mit großer Freude durchgelesen und „in einem Satz“ verschlungen!
Lesen Sie hier im Interview mit der Autorin, wie das Buch entstanden ist und warum es „mehr“ als nur ein Buch geworden ist …

9. Wie Anna im Alter von 79 Jahren lernte, in Geld-Dingen auf eigenen Füßen zu stehen
Über 30 Jahre beriet ich eine Familie rund um ihre Finanzen und aus einer Kundenbeziehung ist über die Jahre gute Freundschaft geworden.
2017 beendete ich meine Tätigkeit als Vermögensberater. Gefühlt hatten wir zu dem Zeitpunkt alles bestens für den Erhalt und die Übergabe des Vermögens an die Erben organisiert. Als der Mann nach über 50 Jahren Ehe verstarb, kam es dann doch leider ganz anders.
Lesen Sie hier im Interview mit Anna (79, Name geändert), was passiert war und welche Lehren Anna daraus gezogen hat …

10. Genossenschaft für Gemeinwohl – Jahresrückblick 2020
Foto: GfG
Hier der frisch erschienene Jahresrückblick der Genossenschaft für Gemeinwohl auf 24 bebilderten Seiten – für Mitglieder und solche, die es werden wollen …

11. Espresso Cooperativo: Online-Vortrag mit Genossenschafts-Experten Christian Pomper
Für Interessierte und Gründer*innen
Genossenschaften werden immer beliebter, um gemeinwohl-orientierte Unternehmungen zu starten und engagierte Menschen an der gemeinsamen Sache zu beteiligen.
Referent Christian Pomper, Experte für Genossenschaften, sagt: zu Recht!
Eine kooperative Bildungsveranstaltung der Akademie für Gemeinwohl mit arbeitplus Salzburg, dem Salzburger Bildungshaus St. Virgil und der GWÖ-Regionalgruppe Salzburg, sowie mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.
Hier geht´s zur Anmeldung und ausführlichen Informationen rund um die online-Veranstaltung am 19. Februar ..

12. Themen-Vorschau nächster Rundbrief
Mein nächster Rundbrief kommt Ende März 2021 … geplant sind u.a. folgende Geschichten:
* Bericht über das erfolgreiche Projekt „Enkeltauglich Leben“ in Vorarlberg
* Interview mit Hermann Hofstetter: 2. Schritt in Richtung persönlicher Klimaneutralität
* ausführliche Info zur Gemeinwohlbilanzierung der Sparkasse Berchtesgadener Land
* Interview mit dem Hans Glück vom Kath. Bildungswerk Traunstein über Abschluss und Ergebnisse der Pilotkurse Klimafreundlich Leben
* die 5 Voraussetzungen für ein erfolgreiches Crowdfunding an einem Praxisbeispiel
* Buchvorstellung „24 wahre Geschichten vom Tun und vom Lassen“ – 24 GWÖ-Aktive erzählen
u.v.m. …

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)
Ich werde natürlich weiterhin Ihre persönlichen Daten schützen und freue mich, wenn Sie mir auch künftig Ihr Vertrauen schenken.
Wenn Sie diesen kostenlosen Email-Rundbrief und meine Informationen
– rund um Enkeltauglich Leben & Klimafreundlich Leben
– zu Geld & Gemeinwohl
– mit Praxisbeispielen nachhaltiger Regionalentwicklung
– mit Terminen und Veranstaltungshinweisen
und zur Gemeinwohl Region Südostbayern
nicht mehr wünschen, nutzen Sie bitte diesen Abmeldelink.

Dieser Rundbrief ist kostenlos und wird mittlerweile an 1.024 Personen versandt.

Bitte leiten Sie ihn doch an Ihre Freunde und Bekannte weiter mit dem Hinweis, dass Sie den Rundbrief hier (klick) selbst abonnieren können. Danke!

Herzliche Grüße
Franz Galler
100 % fürs Gemeinwohl!
Büro für nachhaltige Regionalentwicklung
Geppinger Str. 21, D-83404 Ainring
Tel.Nr. 0049 (0) 86 54 – 58 94 721 oder mobil: 0049 (0) – 176-63118811
ed.noiger-egitlahhcannull@ofni
www.nachhaltige-region.de

Das Klimafreundlich Leben-Quiz: Wie jede/jeder in fünf konkreten Schritten KLIMANEUTRAL werden kann!

„Ich will die Führer der Welt nicht um unsere Zukunft anbetteln.
Ich werde stattdessen die Menschen auf der ganzen Welt bitten, zu erkennen, dass unsere politischen Führer versagt haben.
Weil wir uns einer existenziellen Bedrohung gegenübersehen und es keine Zeit gibt, diesen Weg des Wahnsinns fortzusetzen … “  
                                                           Greta Thunberg   

Interview mit Nachhaltigkeits-Experten Hermann Hofstetter

Erfahren Sie hier im Interview mit Hermann Hofstetter Interessantes rund um die alles entscheidende Klima-Frage, den CO2-Fußabdruck, sowie am Beispiel fünf konkreter Schritte, wie jede/r im Sinne des Pariser Klimaschutz-Abkommens KLIMANEUTRAL werden kann  …

Foto: Hofstetter
Hermann Hofstetter ist Referent für Schöpfungsverantwortung der Erzdiözese München und Freising und Umweltmanagementbeauftragter des Ordinariats. Er ist im Vorstand vom TAGWERK Förderverein „Unsere Bio Nachbarn“ und Mitglied im Spezialist*innen-Team von Klimafreundlich Leben.

Schritt 1: Analyse zur „Klima-Katastrophe“

Franz:
Lieber Hermann – du nimmst in Bezug auf das Thema „Klima“ kein Blatt vor den Mund und sprichst ganz nach dem obigen Zitat von Greta Thunberg von einer sich abzeichnenden „Klima-Katastrophe“.  Was veranlasst dich zu dieser klaren Aussage und … ist das überhaupt „menschengemacht“?

Hermann:
Unsere bevorzugte Lebens- und Wirtschaftsweise, die übrigens gerne als „Fortschritt und westliche Zivilisation“ bezeichnet wird, führt zur Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen. Warnungen dazu gibt es schon seit sehr langer Zeit – mindestens seit 50 Jahren kann man die zunehmenden Erkenntnisse einer Vielzahl von Forschungsergebnissen und populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen entnehmen. So erschien 1975 das Buch „Ein Planet wird geplündert“ von dem ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Herbert Gruhl und 1994 „Das Maß für ökologisches Wirtschaften“ von Prof. Schmidt-Bleek. Stellvertretend für viele andere, zeigten beide, für jede(n) nachvollziehbar und wissenschaftlich belastbar, dass die Menschheit sich in einer Sackgasse bewegt und in kurzer Zeit in mehrerlei Hinsicht auf eine Katastrophe zusteuern wird. 2021 steht die Menschheit am Rande des Abgrunds, und zwar nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch weil andere planetare Grenzen unseres Planeten bereits überschritten sind oder schon bald unumkehrbare „Kipppunkte“ erreicht werden. Die Menschheit – und hier in erster Linie die wohlhabenden, westlich geprägten Gesellschaften – hat es geschafft, ein sich gegenseitiges verstärkendes und kontinuierlich anwachsendes Katstrophengebilde zu erzeugen.

Konkret wieder zurück zum Klima: Alle ernstzunehmenden Wissenschaftler der Erde in den relevanten Wissenschaftsbereichen stimmen überein, was den IST-Zustand und die Ursachen der Klimaveränderungen betreffen und dass der Klimawandel in der Hauptsache menschengemacht ist. 1997 wurde in Kyoto („Kyoto-Protokoll“ der Klimarahmenkonvention) von 191 Ländern beschlossen, dass die Treibhausgas-Emissionen nicht mehr über das Niveau von 1990 steigen dürfen. Das vereinbarte Ziel, den Klimagas-Ausstoß weltweit um 5 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, ist gescheitert. Bereits bis 2010 waren die weltweiten Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 29 % gestiegen. Was zur Folge hat, dass inzwischen die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 368 ppm (Stand 1990) auf 413 ppm (Stand Januar 2021) noch weiter stark angestiegen ist.

Dies führt nach den Berechnungen des Weltklimarats (2015 und 2018) dazu, dass die Durchschnittstemperatur auf der Erde schon um über ein Grad ansteigen wird, selbst wenn wir ab sofort weltweit kein einziges CO2-Molekül mehr ausstoßen würden. Es führt auch dazu, dass in den nächsten Jahrzehnten der Meeresspiegel sich um mindestens 1 m erhöhen wird und wir allein deswegen wahrscheinlich 3 Mrd. Menschen umsiedeln müssen. Selbst wenn wir bei ungefähr 2 Grad Erwärmung zu  Liegen kämen (Mindestempfehlung „Pariser Klimabeschluss“) werden die negativen Auswirkungen auf die Lebensräume dieses Planeten enorm sein und die dadurch entstehenden Klimaveränderungs-Folgekosten um ein Vielfaches höher liegen als die jetzt benötigten Investitionen zum Gegensteuern. Eine Erwärmung um über 2 Grad hat der Homosapiens während der letzten 500.000 Jahre nicht erlebt und so wie es sich jetzt darstellt, würden bei diesem Szenario nur wenige Menschen überleben können. Stephan Hawking hat in seinem letzten Buch ausgeführt, dass bei einem Temperaturanstieg im Mittel von mehr als 2 Grad sich die Folgeeffekte so hochschaukeln würden, dass die Erde sich auf über 250 Grad erwärmen würde.

Die Zukunft unserer Kinder und der nächsten 100 Generationen sind also dem Altar des Kapitalismus, des ungehemmten Wachstumswahns, den Partikularinteressen und der infantilen Fortschrittsgläubigkeit geopfert worden.
Das kritisiert Greta!
Das kritisiert Papst Franziskus!
Beide rufen zur Umkehr auf, eine andere Art des Wirtschaftens und der Lebensstile weltweit und sofort. Wir müssen das Problem bei der Wurzel packen und da hilft es nichts, wenn wir keinen „Klartext“ sprechen – Jede und Jeder muss es sich zur Aufgabe machen und Verantwortung übernehmen, sonst haben wir keine Chance. Die eigentliche Katastrophe ist, dass wir zum „harmonischen“ Umsteuern mit Maximalkompromissen für Jederfraus Bedürfnisse keine Zeit mehr haben – wir haben keine Zeit mehr, bis der Letzte überzeugt werden kann und bis die Letzte endlich von der Coach runterkommt um zu Handeln. Das deutsche CO2-Budget ist 2026 aufgebraucht, so ist der Stand.

Franz:
Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang für dich die Betrachtung des persönlichen CO2-Fußabdrucks?

Hermann:
Sich einzugestehen, dass man Teil des Problems und aber auch der Lösung ist, ist der Einstieg. Dauernd mit dem Finger auf andere Menschen und Länder zu zeigen ist scheinheilig, unehrlich und egoistisch. Es ist auch ein Verbrechen gegenüber den nachfolgenden Generationen, die sich erwarten dürfen, dass wir jetzt sofort handeln und dass unsere Antwort auf den Klimawandel fundamental sein wird.

Deutschland gehört zu den Ländern mit dem größten Fußabdruck und hat zudem als eine der reichsten Nationen sehr große Handlungsnotwendigkeiten. Es gibt in der Diskussion oft eine begriffliche Verwechslung mit dem „ökologischen Fußabdruck“, der jedoch den Verbrauch der natürlichen Ressourcen in Erdflächenanteilen je Erdenbürger / Nation berechnet – das ist etwas ganz anderes! Zum CO2-Fußabdruck – über den wir hier sprechen – gibt es noch ein paar Dinge zu beachten:

  • Es handelt sich dabei um einen Durchschnittswert. Das bedeutet, jede(r) Deutsche verursacht im Durchschnitt jährliche CO2-Emissionen von 11,6t. Eingerechnet / umgerechnet sind dabei auch die öffentlichen Emissionen, die durch staatliche Institutionen / Infrastrukturleistungen entstehen. Es wird oft behauptet, diese können wir nicht beeinflussen, das ist so nicht richtig. Indem wir Druck ausüben, uns engagieren und andere politische Entscheidungen ermöglichen, können auch diese Emissionsanteile indirekt – durch unser Handeln – verringert werden.
  • Nicht eingerechnet in den Durchschnitts-Fußabdruck sind Teile der Emissionen, die im Ausland entstehen, für Produkte und Leistungen, die wir beziehen. Selbstverständlich sind wir trotzdem auch verantwortlich dafür. Das macht für Deutschland sehr viel aus und ist immer mitzudenken. Also: Wegen des hohen Import-Anteils am Gesamtkonsum fällt ein großer Teil der von der deutschen Bevölkerung verursachten Treibhausgasemissionen im Ausland an. Damit ist real der individuelle Fußabdruck natürlich noch viel größer als in den meisten Veröffentlichungen dargestellt. So wurde für die konsumbedingten Treibhausgas-Emissionen einer/s Durchschnittsdeutschen ein Wert von 16,3t errechnet (vgl. Tukker et al.: The Global Resource Footprint of Nations: Carbon, water, land and materials embodied in trade and final consumption calculated with EXIOBASE 2.1. 2014). Für die Einschätzung der eigenen Bilanz wichtig: Durch einen hohen Konsum von ausländischen Produkten ergeben sich nochmal viel höhere Werte.
  • Es gibt unterschiedliche Berechnungsmethoden für den CO2-Fußabdruck, daher differieren die Werte, die man in verschiedenen Veröffentlichungen findet, durchaus stark – ich würde zunächst beim Ausgangswert 11,6t bleiben.
  • Wenn man den Fußabdruck für sich bestimmt, bspw. mit dem CO2-Rechner vom Umweltbundesamt (UBA), stößt man in Einzelfällen auf Schwierigkeiten, da nicht alle Lebensmodelle in so einem Bilanzierungsprogramm genau abbildbar sind. Man sieht aber schnell sehr deutlich, wo große Reduzierungen bei den eigenen Treibhausgas-Emissionen in den Handlungsfeldern Gebäude/Energie, Mobilität, Ernährung und Konsum möglich sind und wo nicht. Allein dieser Prozess öffnet schon die Augen, führt zu einem Bewusstseinsbildungsprozess und verstärkt normalerweise das Gefühl der Selbstwirksamkeit.

Franz:
Wir wollen unseren Lesern in den nächsten Gemeinwohl-Rundbriefen aufzeigen, dass „jedermann/-frau“ durch konkretes Handeln relativ schnell KLIMANEUTRAL werden könnte und damit ganz privat die Pariser Klimaziele schnell erfüllen könnte.
Welche Schritte bedarf es dafür?

Hermann:
Angesichts der oben dargestellten Einordnung zum persönlichen Fußabdruck, weiß man ja schon relativ genau, wo man anpacken muss. Und beim „Anpacken“ geht es im Grunde immer um drei persönliche Entwicklungslinien, nämlich „Einsparen, „Verändern“ oder „ganz weglassen“. Da bei diesen Strategien in der Regel viel mit Anglizismen herumgeworfen wird, möchte ich das noch ein wenig erläutern:

Das erste, das Einsparen / besser machen, wird auch als „Effizienz“ bezeichnet. Der einfachste Ansatz – wenn auch in der Praxis oft nicht so leicht umsetzbar – ist weniger CO2 zu erzeugen, bspw. weil weniger fossile Brennstoffe verbraucht werden. Leider wird uns an dieser Stelle gerne „vorgegaukelt“, dass durch bessere – eben „effizientere“ – Technik vieles zu lösen ist; dieser Ansatz der Technikgläubigkeit ist in der Regel falsch, da die Neuproduktion wieder mit zusätzlichen CO2-Emissionen verbunden ist und wertvolle natürliche Ressourcen vernichtet werden. Bei dem Ansatz Effizienz muss „in echt“ – also bei der Gesamtbilanz – eingespart werden – sonst ist er nicht enkeltauglich!

Das zweite, das Austauschen / Verändern kann man auch als „Subsistenz“ bezeichnen. Das wäre der Fall, wenn ein Prozess des Handelns auf weitgehend emissionsfrei umgestellt wird. Dies trifft bspw. zu, wenn der Strombezug auf zertifizierten Ökostrom umgestellt wird; auch wenn der Stromverbrauch gleich hoch bleibt, ist die Emissionsquelle in der persönlichen Bilanz beseitigt.

Das dritte, das ganz weglassen wird auch als „Suffizienz“ bezeichnet. Der Ausdruck „Ersatzlos streichen“ trifft diese Strategie am besten. Das mag sich nun jede(r) selbst überlegen, welche Treibhausgas-Quellen aus dem eigenen Lebensstil ersatzlos gestrichen werden können und wir werden in den nächsten Folgen gemeinsam schauen, ob uns dazu vielleicht etwas einfällt.

Bei der begrifflichen Einordnung ist zu sagen, dass die drei Fachausdrücke vielfach in anderen Themenfeldern, „z.B. der Postwachstumsökonomie“, abweichend definiert werden, daher macht es durchaus Sinn sich wieder der deutschen Bedeutungen zu vergewissern und diese auch zu benutzen; wir wollen ja immer richtig verstanden werden…

Selbstverständlich ist der Königsweg der, der für jede(n) am schnellsten große CO2-Reduzierungen bringt – da gibt es kein Patentrezept, was zu einem passt, muss man selbst herausfinden und sich als Ideenlieferant die Beispiele anderer anschauen. Das geht vor allem dann leichter, wenn man mit Gleichgesinnten an den Lösungen arbeitet, wie es beim Spiel „Klimafreundlich Leben“ der Fall ist.

Jedenfalls wird immer – auch nach Umsetzung aller Maßnahmen – ein Restanteil von Treibhausgas-Emission übrigbleiben. Um dieses Ungleichgewicht in der persönlichen Bilanz zu beseitigen bleibt nur noch der Weg der Kompensation. Das ist ein zweischneidiges Schwert und wir werden in der Interviewserie noch näher darauf eingehen, zunächst kann sich jede(r) auf www.klima-kollekte.de selbst einen Eindruck verschaffen, was dort stattfindet.

Franz:
Beim nächsten Rundbrief starten wir mit dem Thema „Effizienz“ – wie wird das ablaufen?

Hermann:
Da werden wir anhand von beispielhaften Effizienz-Steigerungs-Maßnahmen in den Bereichen Ernährung, Konsum, Mobilität und Gebäude/Energie aufzeigen, wie dadurch der durchschn. Fußabdruck des/der Deutschen reduziert werden könnte.

Heute enden wir jedoch mit einem Quiz!
Als Grundlage dazu nehmen wir vier Maßnahmen als Beispiele, deren Umsetzung von leicht bis schwer geht – für das eine oder andere Beispiel braucht es auch Mut oder Kraft:

Beispiel-Maßnahme 1 – Den Strombezug von „dreckigem Deutschlandmix“ auf zertifizierten Ökostrom umstellen.

Beispiel-Maßnahme 2 – Die Jahresfahrleistung mit einem Klein-Pkw (mit spritsparendem Verbrennungsmotor) um 10.000 km reduzieren.

Beispiel-Maßnahme 3 – Sich intensiv politisch engagieren für den Klimaschutz.

Beispiel-Maßnahme 4 – Den deutschen Durchschnitts-Speiseteller der eigenen Ernährung für sich umstellen zu 100% biologisch, überwiegend regional & saisonal bei starker Reduzierung tierischer Produkte.

Diese 4 Maßnahmen ergeben in Summe eine Reduktion der persönlichen jährlichen Treibhausgas-Emissionen von 11,6 t auf ca. 6 t, was schon gewaltig ist.

Und nun kommt die eigentliche Quizaufgabe liebe Leser*innen:
Nämlich jeder Maßnahme oben soll der ungefähre Einsparungsanteil zugewiesen werden, also: zu welcher oben beschriebener Beispiel-Maßnahme (1 bis 4) passen nachfolgende Einzelwerte – was glauben Sie?

  1. 3 to
  2. 1,5 to
  3. 1 to
  4. 0,5 to

Hinweis: Alle Werte stark gerundet! Die Lösungsreihenfolge ist nicht 1a, 2b, 3c, 4d!
Nächstes Mal kommt die Auflösung …

Franz:
Danke Hermann für die wachrüttelnde Klima-Ist-Analyse und die spannende Aussicht auf´s nächste Mal!

Interview mit Anja Haider-Wallner zu ihrem Buch „So klappt´s mit dem Welt-Retten“

Das Buch „So klappt´s mit dem Welt-Retten“ ist das offizielle Ideenbuch zur Initiative „Enkeltauglich Leben“

Die Burgenländerin Anja Haider-Wallner (geb. 1979) ist Genussmensch und bringt in Kochkursen und –büchern gesunde und nachhaltige Ernährung in die Küchen der Welt.
Foto: Mankau Verlag/ Birgit Machtinger

Erst kürzlich hat sie sich gemeinsam mit über 100 Menschen den Traum eines eigenen Lokals erfüllt. Im „Freuraum“ wird natürlich nachhaltig gewirtschaftet.
Als Unternehmensberaterin begleitet Anja Haider-Wallner Unternehmen und Institutionen auf dem Weg zur Gemeinwohl-Bilanz, und als Spieleleiterin bei „Enkeltauglich Leben“ motiviert sie zur Veränderung.

Vor mir liegt das Buch
„So klappt´s mit dem Welt-Retten“ ISBN: 9783863745509 – € 12 (D) / € 12,40 (A)
von Anja Haider-Wallner und ihrer Tochter Mona Haider.

Ich hab´s mit großer Freude durchgelesen und dann gleich 100 Stck. bestellt, um sie in meinen Enkeltauglich Leben und Klimafreundlich Leben Kursen an die Teilnehmer*innen zu verteilen.
Von den 100 Stck. sind nicht mehr viele da und ich werde bald wieder nachbestellen … und das hat einen guten Grund: alle sind davon begeistert und die meisten haben das Buch so wie ich „in einem Satz“ verschlungen!

Lesen Sie hier im Interview mit der Autorin, wie das Buch entstanden ist und warum es „mehr“ als nur ein Buch geworden ist …

Franz:
Liebe Anja!
Wir lernten uns im Frühjahr 2019 kennen, als ich in Eisenstadt einen Enkeltauglich Leben Kurs für spätere Spieleleiter*innen geben durfte.
Bevor du uns mehr über dein Buch erzählst – magst du uns kurz sagen, wie du auf  Enkeltauglich Leben aufmerksam wurdest und warum du das Spiel und mich nach Eisenstadt geholt hast?

Anja:
Enkeltauglich Leben ist mir als Aktive in der Gemeinwohl Ökonomie schon länger aufgefallen. Ich habe allerdings nicht so richtig verstanden, worum es geht und mich auf den ersten Blick als „zu fortgeschritten“ für das Programm eingestuft.
Bis mich dann eines Tages meine Kollegin Birgit Prochazka im FreuRaum –  einem von uns als Genossenschaft gegründetem gemeinwohlorientierten Social Business in Eisenstadt – angesprochen hat, ob ich mit ihr an einer Spieleleiter*innen Ausbildung dazu teilnehmen wolle. Birgit arbeitet für das Katholische Bildungswerk im Burgenland und wollte hier einen Schwerpunkt initiieren.
Ich hab mir das dann genauer angeschaut und wir haben gemeinsam beschlossen, die Ausbildung und dich ins Burgenland zu holen. Es ist einfach ökologischer und zeiteffizienter, den „Propheten ins Dorf“ als „das Dorf zum Propheten“ zu bringen (und das mit dem Propheten meine ich nicht ironisch).

Franz:
Wer später selbst Enkeltauglich Leben Kurse leiten möchte, muss den Kurs selbst durchlaufen haben. Findest du das sinnvoll?

Anja:
Die Erfahrung in der Enkeltauglich Leben Kurs-Gruppe als Teil meiner späteren Zertifizierung war für mich sehr wertvoll. Es ist ein Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden. Dass auch die Zertifizierung im Herbst 2019 in Eisenstadt stattgefunden hat, das kam meinen zeitlichen Ressourcen sehr entgegen.

Franz:
Und – hast du schon selbst Enkeltauglich Leben Kurse abgehalten?

Anja:
Ich habe bisher zwei Enkeltauglich-Leben-Kurse durchgeführt. Jeweils teilweise online, aufgrund der Pandemie. Das Feedback war durchwegs positiv – Online ist gut, Präsenz ist mir lieber. Derzeit biete ich keine Kurse an, da ich in Bildungskarenz bin.

Franz:
Dein Buch „So klappt´s mit dem Welt-Retten“ – das offizielle Ideenbuch zur Initiative Enkeltauglich Leben“ – hat mich begeistert und mit großer Freunde bin ich einer der „Geburtshelfer*innen“ dazu gewesen.
Soweit ich weiß, war es mehr ein „Zufallsprodukt“. Wie kam es dazu?

Anja:
Nach meinem ersten Kurstag mit dir Franz habe ich ein begeistertes Posting auf Facebook gemacht. Da ich bereits vier Kochbücher bei zwei Verlagen herausgebracht habe, bin ich ganz gut vernetzt und eine Kollegin hat dieses Posting gesehen. Sie hatte bereits vor längerer Zeit Kontakt mit Raphael Mankau vom Mankau Verlag aus Murnau/Staffelsee, der ein Buch zum Thema „Enkeltauglich Leben“ machen wollte und bereits mit dem Kath. Bildungswerk Traunstein in Kontakt war. Als erfahrene Autorin mit  Bezug zu Enkeltauglich Leben war ich die perfekte Wahl für diesen Kompaktratgeber.

Franz:
Was wir dir bei diesem Buchprojekt besonders wichtig?

Anja:
Ich wollte das Buch lebendig und offen gestalten. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger und einem einzigen „richtigen“ Weg, sondern mit vielen Optionen, aus denen die Leser*innen ihr eigenes Spiel finden können.

Franz: Foto: Mankau Verlag/ Birgit Machtinger

Du hast dein Buch zusammen mit deiner Tochter Mona geschrieben. Wie ist es euch denn da zusammen ergangen?

Anja:
Kurz vor dem Buchprojekt hatte Mona ihre Abschlussarbeit an der Waldorfschule über den Klimawandel geschrieben und war bei den ersten fridays for future Kundgebungen mit dabei. Sie wollte gerne mitmachen und wir haben am Konzept gefeilt. Dann kam ein Schulwechsel, der sehr schwierig für sie war und beim tatsächlichen Schreiben ist sie nicht so gut hineingekommen. Geworden sind daraus kurze Statements aus ihrer Sicht zu meinen Texten. Ich finde das ist eine wertvolle Ergänzung, da es ja um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder geht.

Franz:
Das kann ich bestätigen und finde Mona´s Beiträge sehr stimmig und authentisch.
Das Besondere an eurem Buch ist, dass es „mehr“ als ein Buch ist: die Leser*innen können „So klappt´s mit dem Welt-Retten“ nach dem Lesen gleich mit Freunden spielen.
Wie funktioniert das Spiel und welche Erfahrungen haben deine Leser*innen damit gemacht?

Anja:
Im Buch integriert ist ein Spielplan mit Anleitung. Damit kann jede*r – wenn sie/er das Buch gelesen hat – das Enkeltauglich Leben Spiel in der Miniversion bei sich zu Haus mit Freunden spielen. Einige positive Rückmeldungen sind bereits gekommen, dass das gut klappt. Auch weiß ich vom Kath. Bildungswerk Traunstein, dass schon mehrere nach dem Mini-Spiel auch das „echte“ Enkeltauglich Leben Spiel machen wollten. So war´s ja auch gedacht …

Franz:
Buchverkauf & Corona – wie ist es dir damit ergangen und was hast du in Zukunft mit dem Buch vor?

Anja:
Corona kam drei Wochen nach dem Erscheinen. Ich hatte genau zwei Buchpräsentationen und alle anderen wurden abgesagt. Was sehr schade war. Das Buch kann in jedem guten Buchladen oder online bestellt werden und gerne werde ich nach der Corona-Krise einen 2. Anlauf starten. Aber leider ist das noch nicht absehbar.

Franz:
Was hältst du davon, wenn wir gemeinsam unsere Leser*innen zu einer online-Buchpräsentation mit dir einzuladen?

Anja:
Super Idee … bin dabei  : )

 

Wie Anna im Alter von 79 Jahren lernte, in Geld-Dingen auf eigenen Füßen zu stehen

Über 30 Jahre beriet ich eine Familie rund um ihre Finanzen und aus einer Kundenbeziehung ist über die Jahre gute Freundschaft geworden.
2017 beendete ich meine Tätigkeit als Vermögensberater. Gefühlt hatten wir zu dem Zeitpunkt alles bestens für den Erhalt und die Übergabe des Vermögens an die Erben organisiert.
Als der Mann nach über 50 Jahren Ehe verstarb, kam es dann doch leider ganz anders.

Lesen Sie hier im Interview mit Anna (79, Name geändert), was passiert war und welche Lehren Anna daraus gezogen hat …

Franz:
Hallo liebe Anna!
Mein Ansprechpartner rund um eure Finanzen war immer dein Mann Uwe – mit ihm kümmerte ich mich um eure  Geldanlagen, Versicherungen und Kredite. Dann gab es noch einen Steuerberater und Freund des Hauses, der zusammen mit Uwe die Steuern erledigte und auch auf eure vermieteten Immobilien schaute.
Nachdem ich 2017 meine Tätigkeit als euer Vermögensberater beendete, hatte ich nicht damit gerechnet, dass du mich anrufen und um Hilfe bitten würdest.
Das war vor ca. 1. Jahr.
Anna – was war passiert?

Anna:
Für den Fall des Ablebens gibt es ein Ehegatten-Testament und da die noch minderjährigen Enkel alles erben sollen, wurde unser Steuerberater und Freund bis zum Erreichen des 25igsten Lebensjahres unserer Kleinsten (sie ist jetzt 13) auch zu unserem Testamentsvollstrecker mit Gesamtvollmacht eingesetzt. All das hat mein Mann mit unserem „Steuerberater und Freund des Hauses“ so vereinbart.
Was nach dem Tod meines Mannes passiert war?
Nichts war passiert … Sendepause!
Seine versprochene Unterstützung und Hilfe bei den notwendigen Formalitäten zwecks Erbschein usw. blieb aus. Dafür kamen lfd. Rechnungen, die ich nicht nachvollziehen konnte. Er empfahl mir die vermieteten Immobilien zu verkaufen und schlug mir sogar vor, aus meinem Haus aus- und in ein Heim einzuziehen. Das Haus könne man sicherlich gut verkaufen.
Aus unserem Haus ausziehen? Das war das, was ich am Allerwenigsten wollte.
Meine Tochter lebt mit den Enkeln in Australien und ich bin hier ganz allein … mir ging es auch gesundheitlich immer schlechter …
Als ich dann eine Doku im Fernsehen über mögliche Probleme und horrende Gebühren in Zusammenhang mit einer Testamentsvollstreckung sah, da dachte ich mir: „Oh Gott! Was hat Uwe da gemacht und wie konnte ich das alles nur blindlings so unterschrieben?“
Da habe dich angerufen, denn ich wusste nicht, wer mir ansonsten helfen sollte.
Und jetzt – nicht mal 1 Jahr später – geht’s mir wieder gut …
Von dir koordiniert und in Absprache mit meiner älteren Schwester, unter Mithilfe einer netten Dame vom Nachlassgericht und mit Beratung einer Rechtsanwältin konnten wir die Testamentsvollstreckung widerrufen, den Steuerberater wechseln und alle Vereinbarungen für Vorsorge, Betreuung und Gesundheitssorge bzw. Pflege neu regeln. Zusätzlich haben wir noch eine Haushaltshilfe eingestellt, die mittlerweile meine Freundin geworden ist.
Jetzt bin ich nicht mehr allein – im Gegenteil … ich fühle mich aufgehoben in einem Team von Freunden, die sich um mich kümmern und weiß alles bestens für meine Enkeln geregelt, wenn ich einmal nicht mehr da sein sollte.

Franz:
Wenn du mal zurückschaust – was würdest du aus heutiger Sicht anders machen?

Anna:
Über 50 Jahre kümmerte ich mich um Haushalt & Kind und mein Mann darum, dass das Geld hereinkam und um alles rund um unsere Finanzen.
Das war nicht nur unsere Rollenverteilung, sondern das war einfach früher so üblich. Ich hatte zwar über unsere Konten und Anlagen theoretisch eine Vollmacht, aber gelaufen ist das alles auf meinen Mann und entschieden haben alles andere.
Ich habe alles unterschrieben, was Uwe mir nach Absprache mit seinen Beratern vorgelegt hatte und wusste im Grunde überhaupt nicht Bescheid.
Das war aus Sicht von heute ein Fehler von mir, denn das war kein Vertrauen … das war Dummheit!
Was ich aber erst dann bemerkte, als mein Mann nicht mehr da war.
Meine Lehre daraus ist:
„Anna, du unterschreibst nur mehr etwas, wenn du alles verstehst und du wirklich ein gutes Gefühl dabei hast!“
Das Schönste ist jetzt, dass meine Angst vor diesen Finanzsachen wie weggeblasen ist, denn ich weiß nun alles bei meinem „Team“ in besten Händen.

Franz:
Danke dir liebe Anna – ich denke, du hast mit deiner persönlichen Geschichte vielen Mut gemacht!

 

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Bringen wir das Finanzsystem auf Gemeinwohl-Kurs!

* was hat Geld mit Demokratie zu tun?
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Darüber, und über viele andere Fragen über Geld kannst du gemeinsam mit dem Publizisten, vielfachen Buchautor und Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und unserer Genossenschaft für Gemeinwohl, Christian Felber, in unserem neuen Online-Kompaktkurs „Geld und Demokratie“ lernen. Bringen wir das Finanzsystem auf Gemeinwohl-Kurs!

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Videodreh für den Online-Kurs – Foto: Genossenschaft für Gemeinwohl

Christian Felber freut sich sehr, seine über die Jahrzehnte erarbeiteten Grundlagen und Erkenntnisse, Lösungen und Praxisbeispiele von unserem Akademie-Wohnzimmer aus mit dir zu teilen. Aufbereitet als Online-Kompaktkurs besteht jedes der 10 wöchentlichen Module aus einer professionell produzierten Videolektion, einer interaktiven Livediskussion mit Christian per Videokonferenz und einem moderierten Community-Call, wo du dich in einer Gruppe Gleichgesinnter austauschen kannst. Begleitend gibt es ein moderiertes Gruppenforum, Vertiefungs-Aufgaben sowie eine digitale Landkarte, über die du dich bei Bedarf mit Menschen aus deiner Region vernetzen kannst.

Kooperationspartner der Akademie Gemeinwohl für diesen Online-Kompaktkurs ist pioneers of change, eine bemerkenswerte Wandel-Community im deutschsprachigen Raum.

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Alle Infos zum Online-Kompaktkurs