Geld und Demokratie: Online-Kompaktkurs mit Christian Felber startet am 20. September

Bringen wir das Finanzsystem auf Gemeinwohl-Kurs!
In diesem Kompaktkurs entwickeln wir Perspektiven für die Zukunft.
Denn: Die Zukunft unseres Geldes liegt in unserer Hand!

400 Teilnehmende beim erfolgreichen Pilotkurs 2021 sehr zufrieden:
– 99 % zufrieden mit dem Kurs , davon 71% mit höchster Bewertung
– 0% Unzufrieden

Was ist Geld und wie wirkt es?
Was hat Geld mit Demokratie zu tun?
Wie kann es anders gehen?
Was kann ich selbst dazu beitragen?

Du stehst am Anfang und stellst dir die Frage, wie unsere Finanzwirtschaft funktioniert? Und was DU sinnvoll beitragen kannst?

Du willst deinen Geld-Horizont erweitern? Für einen Wandel unseres Geldsystems aktiv werden? Weißt aber nicht genau wie?

Du engagierst dich für die Gemeinwohl-Ökonomie und willst dein Wissen vertiefen? Dich noch besser für echte wirtschaftliche Veränderung einsetzen?

Dieser Kurs ist perfekt für dich, wenn du…
• das Geld- und Finanzsystems besser verstehen willst.
• Empfehlungen suchst für deinen Umgang mit Geld.
• Best Practices und konkrete Beispiele für alternatives Wirtschaften kennen lernen willst.

Christian Felber arbeitet seit Jahrzehnten an Antworten auf diese Fragen (und mehr!) und teilt seine reichen Erkenntnisse gern im Online-Kompaktkurs „Geld & Demokratie“, den die Genossenschaft für Gemeinwohl gemeinsam mit Pioneers of Change anbietet.

Der Kurs ist am 20. September mit über 100 Teilnehmer*innen gestartet. Der 1. Kurstag wurde aufgezeichnet – Einstieg noch bis 4.10. möglich!
(Wiederholer*innen zahlen nur eine Bearbeitungsgebühr (20 Euro).

Mehr zum Kompaktkurs erfahren und anmelden

29.9.: Start 6-teiliges ONLINE-Webinar mit Permakultur-Aktivist Bernhard Gruber – 1. Modul kostenlos

Bild: CC0 Creative Commons

Mit Permakultur zu einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft
6-teilige Webinarreihe mit Permakultur-Aktivist Bernhard Gruber

Praktikable Ansätze für ein zukunftsfähiges Werteschöpfen

* Was hat Permakultur mit Geld und Wirtschaft zu tun?
* Was macht das Designkonzept Permakultur aus?
* Welche Anwendungsgebiete gibt es dafür?

In der 6-teiligen Webinarreihe  lernst du Permakultur von Grund auf kennen und entwickelst ein Gespür für die praktische Anwendung.

Mi, 29. 09. 2021, 18 – 20 Uhr
Modul 1: Einstieg – „Die Ethik der Permakultur“ (kostenlos)

Hier ausführliche Informationen zum Inhalten der 6 Bausteine
Hier ein 5-Min.youtube-Video von P.M. zu Bernhard Gruber und seinem „essbaren Waldgarten“

Bild: Bernhard Gruber
Wir brauchen Kooperation — das Leben ist nicht auf Konkurrenz aufgebaut! Seit jeher war der Mensch auf Kooperation angewiesen.“ — Bernhard Gruber

22.9. „Über Geld spricht man nicht?! Wir aber tun es!“ – ONLINE Diskussions-Runde mit Franz Galler

Foto: Grüne Wirtschaft

Über Geld spricht man nicht!? Wir aber tun es!
Veranstalter: Grüne Wirtschaft.at

Bei dieser online-Diskussionsveranstaltung reden wir über alternative Finanzierungsmodelle für zukunftsfähige Projekte, Crowdfinanzing, Bürger:innenbeteiligung und ethisches Investment. Unsere Expert:innen stellen kompetent und mit großem Praxisbezug Lösungsansätze vor, die auf Regionalität statt Globalisierung, auf Kooperation statt Konkurrenz und auf Nachhaltigkeit statt Wachstum und Umweltzerstörung setzen.

Podium:

Franz Galler, selbstständiger Regionalentwickler, über 40 Jahre im Bankwesen tätig. Seit 2017 verschreibt er sich in verschiedenen Projekten zu 100% dem Gemeinwohl. »Beim Geld kann auch Freundschaft beginnen!«, so Franz Galler, für den Geld dann zum stimmigen Werkzeug wird, wenn es der Gemeinschaft dient und nicht über sie herrscht.

Andrea Pavlovec-Meixner, Grazer Gemeinderätin, stellv. Fachverbandsobfrau Werbung & Marktkommunikation und PR-Beraterin. Sie hat bereits mehrere Crowdfunding-Projekte begleitet und wird aus ihrer Praxis berichten.

Ursula Gerhold, Lebenswerkstätten Stainz, wird erzählen, wie ein Gemeinschaftsprojekt, das auf regionalen und lokalen Ressourcen aufbaut, mit zukunftsfähigen Strukturen gelingen kann.

Die Teilnahme ist kostenlos. Hier geht’s direkt zum zoom-Raum:
>> zoomlink<< 835 2845 1180 529657

Norbert Rost entwickelt Konzept, das regionale Investitionsmöglichkeiten und Regionalwährung verbindet

Ein spannendes Konzept, das regionale Investitionsmöglichkeiten verbessern und mit Regionalwährungen kombinieren will, hat Norbert Rost entwickelt.

Norbert Rost – Foto:  Karsten Eckold

Der Wirtschaftsinformatiker, Regionalentwickler und Gründer des Elbtaler sucht Umsetzungspartner und stellt seinen Plan „RegioInvest“ erstmalig hier auf der Webseite von monneta.org vor.

Gelungener Gemeinwohl-Talk im Südosten – Sparkasse BGL erste Sparkasse Deutschlands mit Gemeinwohlbilanz

ZUR FRAGE „WAS KOMMT NACH CORONA?“ DISKUTIERTEN 75 TEILNEHMENDE  „Was kommt nach Corona?“
Zu dieser Frage beschäftigte sich eine öffentliche Diskussion per Videotalk, die die beiden Regionalgruppen der GWÖ in Südostbayern und Wasserburg organisiert hatten und an der über 75 Interessierte am 2. Februar teilnahmen.
Neben Kirchanschöring, das 2018 als erste Kommune in Deutschland eine Gemeinwohl-Bilanzierung realisierte, haben mittlerweile 25 Unternehmen in der Region mindestens einmal eine Gemeinwohl-Bilanz erstellt.
Über ihre vielfältigen Praxiserfahrungen hiermit berichteten und diskutierten Judith Zahn, Koordinatorin der RG Südostbayern, Hans-Jörg Birner, Bürgermeister von Kirchanschöring, und Helmut Grundner, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Berchtesgadener Land, die Ende Januar ihr erste Gemeinwohl-Bilanzierung abgeschlossen hat.
Hier der ausführliche Nachbericht zur gelungenen Veranstaltung von Axel Effner …

Wie Anna im Alter von 79 Jahren lernte, in Geld-Dingen auf eigenen Füßen zu stehen

Über 30 Jahre beriet ich eine Familie rund um ihre Finanzen und aus einer Kundenbeziehung ist über die Jahre gute Freundschaft geworden.
2017 beendete ich meine Tätigkeit als Vermögensberater. Gefühlt hatten wir zu dem Zeitpunkt alles bestens für den Erhalt und die Übergabe des Vermögens an die Erben organisiert.
Als der Mann nach über 50 Jahren Ehe verstarb, kam es dann doch leider ganz anders.

Lesen Sie hier im Interview mit Anna (79, Name geändert), was passiert war und welche Lehren Anna daraus gezogen hat …

Franz:
Hallo liebe Anna!
Mein Ansprechpartner rund um eure Finanzen war immer dein Mann Uwe – mit ihm kümmerte ich mich um eure  Geldanlagen, Versicherungen und Kredite. Dann gab es noch einen Steuerberater und Freund des Hauses, der zusammen mit Uwe die Steuern erledigte und auch auf eure vermieteten Immobilien schaute.
Nachdem ich 2017 meine Tätigkeit als euer Vermögensberater beendete, hatte ich nicht damit gerechnet, dass du mich anrufen und um Hilfe bitten würdest.
Das war vor ca. 1. Jahr.
Anna – was war passiert?

Anna:
Für den Fall des Ablebens gibt es ein Ehegatten-Testament und da die noch minderjährigen Enkel alles erben sollen, wurde unser Steuerberater und Freund bis zum Erreichen des 25igsten Lebensjahres unserer Kleinsten (sie ist jetzt 13) auch zu unserem Testamentsvollstrecker mit Gesamtvollmacht eingesetzt. All das hat mein Mann mit unserem „Steuerberater und Freund des Hauses“ so vereinbart.
Was nach dem Tod meines Mannes passiert war?
Nichts war passiert … Sendepause!
Seine versprochene Unterstützung und Hilfe bei den notwendigen Formalitäten zwecks Erbschein usw. blieb aus. Dafür kamen lfd. Rechnungen, die ich nicht nachvollziehen konnte. Er empfahl mir die vermieteten Immobilien zu verkaufen und schlug mir sogar vor, aus meinem Haus aus- und in ein Heim einzuziehen. Das Haus könne man sicherlich gut verkaufen.
Aus unserem Haus ausziehen? Das war das, was ich am Allerwenigsten wollte.
Meine Tochter lebt mit den Enkeln in Australien und ich bin hier ganz allein … mir ging es auch gesundheitlich immer schlechter …
Als ich dann eine Doku im Fernsehen über mögliche Probleme und horrende Gebühren in Zusammenhang mit einer Testamentsvollstreckung sah, da dachte ich mir: „Oh Gott! Was hat Uwe da gemacht und wie konnte ich das alles nur blindlings so unterschrieben?“
Da habe dich angerufen, denn ich wusste nicht, wer mir ansonsten helfen sollte.
Und jetzt – nicht mal 1 Jahr später – geht’s mir wieder gut …
Von dir koordiniert und in Absprache mit meiner älteren Schwester, unter Mithilfe einer netten Dame vom Nachlassgericht und mit Beratung einer Rechtsanwältin konnten wir die Testamentsvollstreckung widerrufen, den Steuerberater wechseln und alle Vereinbarungen für Vorsorge, Betreuung und Gesundheitssorge bzw. Pflege neu regeln. Zusätzlich haben wir noch eine Haushaltshilfe eingestellt, die mittlerweile meine Freundin geworden ist.
Jetzt bin ich nicht mehr allein – im Gegenteil … ich fühle mich aufgehoben in einem Team von Freunden, die sich um mich kümmern und weiß alles bestens für meine Enkeln geregelt, wenn ich einmal nicht mehr da sein sollte.

Franz:
Wenn du mal zurückschaust – was würdest du aus heutiger Sicht anders machen?

Anna:
Über 50 Jahre kümmerte ich mich um Haushalt & Kind und mein Mann darum, dass das Geld hereinkam und um alles rund um unsere Finanzen.
Das war nicht nur unsere Rollenverteilung, sondern das war einfach früher so üblich. Ich hatte zwar über unsere Konten und Anlagen theoretisch eine Vollmacht, aber gelaufen ist das alles auf meinen Mann und entschieden haben alles andere.
Ich habe alles unterschrieben, was Uwe mir nach Absprache mit seinen Beratern vorgelegt hatte und wusste im Grunde überhaupt nicht Bescheid.
Das war aus Sicht von heute ein Fehler von mir, denn das war kein Vertrauen … das war Dummheit!
Was ich aber erst dann bemerkte, als mein Mann nicht mehr da war.
Meine Lehre daraus ist:
„Anna, du unterschreibst nur mehr etwas, wenn du alles verstehst und du wirklich ein gutes Gefühl dabei hast!“
Das Schönste ist jetzt, dass meine Angst vor diesen Finanzsachen wie weggeblasen ist, denn ich weiß nun alles bei meinem „Team“ in besten Händen.

Franz:
Danke dir liebe Anna – ich denke, du hast mit deiner persönlichen Geschichte vielen Mut gemacht!

 

Jetzt anmelden: 10-teiliger interaktiver Online-Kurs „Geld & Demokratie“ mit Christian Felber startet am 15. Februar

Bringen wir das Finanzsystem auf Gemeinwohl-Kurs!

* was hat Geld mit Demokratie zu tun?
* welche Bereiche unseres Lebens werden durch das Finanzsystem beeinflusst?
* was hat es damit zu tun, dass Reiche immer reicher werden und Arme ärmer?
* ist es für mich als kleine Sparer*in ein Nachteil, wenn die Zinsen niedrig sind?
* ist Vollgeld die Lösung?
* was geschieht mit meinen Beiträgen zur betrieblichen Pensionsvorsorge?
* wie nachhaltig veranlagt meine private Zusatzkrankenversicherung?

Darüber, und über viele andere Fragen über Geld kannst du gemeinsam mit dem Publizisten, vielfachen Buchautor und Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie und unserer Genossenschaft für Gemeinwohl, Christian Felber, in unserem neuen Online-Kompaktkurs „Geld und Demokratie“ lernen. Bringen wir das Finanzsystem auf Gemeinwohl-Kurs!

Dieser Kurs ist perfekt für dich, wenn du…
• das Geld- und Finanzsystems besser verstehen willst.
• Empfehlungen suchst für deinen Umgang mit Geld.
• Beispiele für alternatives Wirtschaften kennen lernen willst.

Videodreh für den Online-Kurs – Foto: Genossenschaft für Gemeinwohl

Christian Felber freut sich sehr, seine über die Jahrzehnte erarbeiteten Grundlagen und Erkenntnisse, Lösungen und Praxisbeispiele von unserem Akademie-Wohnzimmer aus mit dir zu teilen. Aufbereitet als Online-Kompaktkurs besteht jedes der 10 wöchentlichen Module aus einer professionell produzierten Videolektion, einer interaktiven Livediskussion mit Christian per Videokonferenz und einem moderierten Community-Call, wo du dich in einer Gruppe Gleichgesinnter austauschen kannst. Begleitend gibt es ein moderiertes Gruppenforum, Vertiefungs-Aufgaben sowie eine digitale Landkarte, über die du dich bei Bedarf mit Menschen aus deiner Region vernetzen kannst.

Kooperationspartner der Akademie Gemeinwohl für diesen Online-Kompaktkurs ist pioneers of change, eine bemerkenswerte Wandel-Community im deutschsprachigen Raum.

Der Online-Kompaktkurs startet am Montag den 15. Februar mit dem ersten Live-Call. Alle Informationen zu Terminen, Modulinhalten, Kosten und zur Anmeldung findest du auf der Kursseite.

Alle Infos zum Online-Kompaktkurs  

 

Meine 4 konkreten Geld-Tipps zu Weihnachten

„Bei Geld kann die Freundschaft beginnen!“ 

Geld bietet den einfachsten und größten Hebel für den notwendigen Wandel hin zu einem gemeinwohl-orientierten Wirtschaften. Warum?
Weil jeder Mensch täglich durch sein Konsum- und Geldverhalten entscheidet, ob es zerstörerisch oder dienend und sinnstiftend wirken wird.

Hier meine 4 konkreten Geld-Tipps zu Weihnachten, um jetzt gleich auch ins Tun zu kommen:

  1. Kaufen Sie ein „Klima-Retter-Kit“ von Oxfam
  2. Kaufen Sie Gutscheine von kleinen Läden, die Ihnen am Herzen liegen und schenken Sie diesen Liquidität und Vertrauen, das sie gerade jetzt in der Krise so notwendig brauchen …
  3. Überlegen Sie, wo Sie das Prinzip „Lasst uns über Geld reden und damit Freundschaft beginnen!“ in Ihrem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis umsetzen könnten …
  4. Laden Sie diese Menschen auch ein, bei der Genossenschaft für Gemeinwohl Mitglied zu werden und so jene Plattform zu stärken, auf der wir einander mit unseren werteorientierten Geld-Anliegen konstruktiv begegnen!

Genossenschaft für Gemeinwohl – Mitgliederbetreuer Franz Galler vor den Vorhang

Franz Galler im Interview mit Anna Erber von der Genossenschaft für Gemeinwohl


Franz, du hast dich in deinem Leben schon viel und bewusst mit dem Thema Geld beschäftigt. Wie kam es dazu?

Seit meiner Bankkaufmann-Lehrzeit in einer kleinen Genossenschaftsbank im Berchtesgadener Land vor über 40 Jahren spielt  das Thema Geld in meinem Leben eine zentrale Rolle. Die klassische Bankwelt enttäuschte mich zwei Mal schwer, einmal 2002, als ich als erfolgreicher Vermögensberater völlig überraschend mit 1.200 Kolleg*innen gekündigt wurde. Unsere 360.000 Kund*innen wurden ohne deren Zustimmung dem Mutterinstitut einverleibt, weil sie in der Tochter nicht die geforderten 15 % (!) Eigenkapitalrendite brachten. Der zweite Tiefschlag folgte 2011, als die Deutsche Bank die Postbank übernahm, für die ich zu dieser Zeit als mobiler Vermögensberater arbeitete. Ich wurde wieder “eingespart”, sprich hinausgeworfen.

Zu dieser Zeit hatte ich allerdings schon radikal umgedacht und bei reduzierter Arbeitszeit viel Energie in alternative Projekte gesteckt. Das waren aufregende Jahre: Ich gründete einen privaten Tauschring und einen Unternehmens-Tauschring (Barterring), initiierte das Regiogeld Sterntaler, konzipierte das 3-Schalen-Modell, entwickelte einen Hochschul-Zertifikatskurs, gründete die erste Sozialgenossenschaft Bayerns, rettete einen Dorfladen, baute Permakultur-Gärten, finanzierte PV-Anlagen, hielt Hunderte von Vorträgen und, und, und … Ich lebte sehr intensiv in zwei Welten – der des Bankers und der des Visionärs. Bis ich erfahren musste, dass (wie leider viel zu oft) Ehrenamt mit Selbstausbeutung einhergehen kann. Ich hatte meine Familie und mich selbst vernachlässigt, es kam zur Trennung, ich schlitterte in ein Burn-out.

Aber wenn man ganz unten ist, dann geht´s auch wieder aufwärts :)

Meine Kund*innen hielten weiter zu mir, und ich machte mich komplett selbständig ohne Banken-Anbindung. Ich lernte meine jetzige Frau Karin kennen, wir eröffneten das Zallis Naturkost Café mit Bioladen und Waldviertler Schuhen. Das „Zallis“ wurde zur Umsetzungszentrale für meine alternativen Geldideen – als Akzeptanzstelle für eurogedecktes Regiogeld (Sterntaler & Chiemgauer), dienstleistungsgedecktes Buchgeld (Talente) und mit eigenem Photovoltaik-Crowdfunding sowie einem Stammkunden-Bonusprogramm auf Gutscheinbasis. Zum 5-jährigen Jubiläum vom „Zallis“ luden wir Christian Felber zu einem Vortrag ein. Die gelungene Veranstaltung mit 340 Besuchern war die Geburtsstunde der Gemeinwohl-Region Südostbayern, für die ich drei Jahre lang als Koordinator fungieren durfte.

2018 beendete ich meine Vermögensberater-Tätigkeit komplett und verließ damit die „alte Bankenwelt“. Im Frühjahr 2018 kam ich dann zur Genossenschaft für Gemeinwohl.

Ganz schön bewegt! Was ist nun der konkrete Fokus deiner Arbeit für die Genossenschaft für Gemeinwohl?

Ich bin hier nun persönlicher Ansprechpartner für Genossenschaftsmitglieder, die einen größeren Finanzierungsbedarf haben und diesen über unser gemeinwohlorientiertes Crowdfunding (ab € 150.000) oder einen Kredit mit Umweltgarantie vom Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen (ab € 100.000) umsetzen wollen.

Geld spielt für mich beim Umbau hin zu einem gemeinwohlorientierten Wirtschaftssystem DIE zentrale Rolle. Es bietet den einfachsten und größten Hebel für den notwendigen Wandel. Jeder Mensch entscheidet täglich durch sein Konsum- und Geldverhalten, ob es zerstörerisch oder dienend und sinnstiftend wirken wird. In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen dazu bereit, für zumindest einen Teil ihres anlagebereiten Geldes auf Rendite zu verzichten – wenn ihr Geld dorthin fließt, wo es Gutes tut. Das Gemeinwohl-(Spar-)Konto ist dafür ein wunderschönes Beispiel, denn durch die Umweltgarantie weiß ich mit absoluter Sicherheit, dass meine Einlagen in selber Höhe nur in gemeinwohlorientierte Kredite fließen.

Großen Nachholbedarf gibt es noch auf der Finanzierungsseite! Privatpersonen und Unternehmen bauen und sanieren immer mehr ökologisch, schaffen erneuerbare Energiequellen, investieren in Recycling, ökologische Abfallwirtschaft oder Energie-Effizienz, betreiben gemeinschaftlichen Wohnbau usw. – finanzieren dann aber mitunter möglichst kostengünstig bei Großbanken oder übers Internet. Aber auch die Finanzierung sollte gemeinwohlorientiert sein – wie eben durch einen Bankkredit mit Umweltgarantie oder ein Crowdfunding unserer Genossenschaft für Gemeinwohl.

Dein Wort in Gottes Ohr :) Wozu möchtest du Menschen einladen, Franz? Konkret im Rahmen deiner Tätigkeit, aber auch ganz allgemein?

Es gibt zwei bekannte Sprichwörter, die jede*r kennt: „Über Geld spricht man nicht!“ und „Bei Geld hört die Freundschaft auf!“ Ich möchte die Menschen einladen, es genau andersrum zu machen! Lasst uns über Geld sprechen, und zwar darüber, wie Geld Gutes tun und wie bei Geld die Freundschaft beginnen kann!

Hier meine 4 konkreten Geld-Tipps zu Weihnachten, um jetzt gleich auch ins Tun zu kommen:

  1. Kaufen Sie ein „Klima-Retter-Kit“ von Oxfam
  2. Kaufen Sie Gutscheine von kleinen Läden, die Ihnen am Herzen liegen und schenken Sie diesen Liquidität und Vertrauen, das sie gerade jetzt in der Krise so notwendig brauchen …
  3. Überlegen Sie, wo Sie das Prinzip „Lasst uns über Geld reden und damit Freundschaft beginnen!“ in Ihrem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis umsetzen könnten …
  4. Laden Sie diese Menschen auch ein, bei der Genossenschaft für Gemeinwohl Mitglied zu werden und so jene Plattform zu stärken, auf der wir einander mit unseren werteorientierten Geld-Anliegen konstruktiv begegnen!

Herzliche Grüße
Franz Galler

Kontakt:
pooc.lhowniemegnull@rellag.znarf
+49 176 631 188 11

Hier der Block-Beitrag im Original von Anna Erbert vom 1.12.2020

 

 

Fünf wichtige Aspekte des Geldes, die vielen Menschen so nicht klar sind!

Salzburger Kooperationspartner luden ein – 70 online-Zuhörer waren begeistert!
Foto: Fotalia
In Kooperation mit dem Bildungszentrum St. Virgil, arbeitplus Salzburg und der GWÖ-Regionalgruppe Salzburg veranstaltet die Akademie für Gemeinwohl  drei Veranstaltungen zum Thema Geld und Gemeinwohl.

Foto: GfG
Bei der ersten Veranstaltung Ende November referierte Günter Grzega über die Frage, was ein gemeinwohlorientiertes Geld- und Finanzsystem ausmachen würde.
Die Finanzmärkte sind nach wie vor eine Bedrohung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität. Welcher Ordnungsrahmen müsste für Kreditinstitute und Finanzmärkte geschaffen werden? Und ganz grundsätzlich: Wie funktioniert der Geldkreislauf der Notenbanken? Welche Rolle spielen Banken und Sparkassen? Wie wird sich die aktuelle Covid-19-Krise auswirken?

Lesen Sie hier im Nachbericht G. Grezgas Antworten auf spannende Fragen aus dem Teilnehmer*innen-Kreis, so z.B. warum
* … es einen Schuldenschnitt nur mit einen gleichzeitigen Vermögensschnitt geben kann
* … Privatpersonen einen gewichtigen Anteil an der ungleichen Vermögensverteilung haben
* … Steuern wichtigere Aufgaben als zur Finanzierung der Staatsfinanzen haben
* … es falsch ist zu glauben, dass Sparguthaben von Banken als Kredite vergeben werden
* … eine vollständige Rückzahlung der Staatsschulden nicht erstrebenswert ist.

Hier geht´s zur Anmeldung für die nächsten beiden Termine der geförderten Veranstaltungsreihe:
„Die Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft“: Vortrag und Diskussion mit Prof.in Elisabeth Springler am 14.1.2021
„Espresso Cooperativo“: Vortrag und Diskussion mit Christian Pomper am 19.2.2021