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Neue Zusatzqualifikation an der Hochschule München startet in Teisendorf

von franz.galler am 04.04.2011

Der Frage, wie man seine Heimat aktiv mitgestalten kann, gehen 14 Teilnehmer aus der Deutschland, Österreich und Frankreich in dem Ende März gestarteten Zertifikatskurs „Nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume“ nach. Zentraler Schwerpunkt ist die Lebendigkeit und zukunftsfähige Entwicklung von Gemeinden in der (Alpen-)Region. Die Teilnehmer erlernen in einem produktiven Theorie-Praxis-Dialog ein wissenschaftliches Fundament sowie erfolgreiche Lösungsansätze.

Der einjährige Zertifikatskurs wird heuer das erste Mal als berufsbegleitende Weiterbildung von der Hochschule für angewandte Wissenschaften München in Kooperation mit dem Münchner Strascheg Center für Entrepreneurship (SCE) und der Sozialgenossenschaft RegioStar eG und des Sterntaler-Vereins aus Ainring angeboten. Tagungsorte sind das Haus Chiemgau in Teisendorf und das Hotel Neubichler Alm am Högl in Piding. Die einzelnen Module widmen sich verschiedenen Themen wie energieautarke Gemeinden, Geld und Genossenschaft für nachhaltige Entwicklung oder Organisation ländlicher Infrastruktur.

Prof. Dr. Hans Diefenbacher von der Uni Heidelberg in seinem Referat „Wohlstand jenseits von Wachstum?“

Einen Schritt näher an der praktischen Umsetzung ist, wer zuvor erkennt, welche Potentiale seine Heimat bietet. So sende beispielsweise der Nationalpark Berchtesgaden wichtige Impulse in die Region, erklärte Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel, der als Referent nach Teisendorf geladen war. „Der Park ist bedeutend mehr als ein Schutzgebiet“, so die Teilnehmer nach seinem fesselnden Vortrag.

Mitinitiator Franz Galler und Fachkoordinator Prof. Dr. Bernhard Zimmer aus Piding ist es ein großes Anliegen, den Kurs auch dem regionalen Umfeld zu öffnen. „Es ist Teil des Konzeptes, dass bekannte Referenten und Leitfiguren erfolgreicher best-practise-Beispiele ihre Vorträge in öffentlichen Veranstaltungen abhalten“, so der Gründer des hiesigen Sterntaler-Regiogeldes Galler.

Am 8. April Prof. referiert Prof. Dr. Niko Paech von der Universität Oldenburg zum Thema„Postwachstumsökonomie – ein neues Modell für die Zukunftsfähigkeit“ über den Zwang und die Grenzen des Wachstums und Alternativen dazu.

Am 9. April spricht Christoph Fischer aus Söchtenau in seinem Vortrag „Zivilcourage – Bürger bewegen“ darüber, wie es Zivilcourage im Kampf gegen Gentechnik schaffen konnte, ohne klassische Strukturen zu einer Volksbewegung zu werden, in der sich verschiedenste Menschen aller Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten einbringen. Beide öffentlichen Vorträge finden jeweils um 19.30 Uhr im Saal der Alten Post in Teisendorf statt. Der Eintritt kostet je drei Euro, Sterntaler, Chiemgauer oder Talente.

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